In der belgischen Nationalmannschaft gehört er zum Stammpersonal - bei PSG nicht. Rechtsverteidiger Thomas Meunier ist unglücklich mit seiner Rolle im Star-Ensemble von Paris. Der 26-Jährige will wieder mehr spielen - und wäre dafür auch zu einem Vereinswechsel bereit. Den BVB nennt er dabei als potenzielles Ziel.


​Zusammen mit Trainer Unai Emery wechselte auch Thomas Meunier im Sommer 2016 zu Paris Saint-Germain. Der belgische Rechtsverteidiger kam für sechs Millionen Euro vom FC Brügge und wurde unter seinem spanischen Coach auf Anhieb zum Stammspieler im Pariser Star-Ensemble.


Nach zwei Jahren in der französischen Hauptstadt könnte Meunier trotz Vertrages bis 2020 PSG aber wieder verlassen - so wie auch Unai Emery. Nicht etwa aus Verbundenheit zu seinem Trainer, sondern weil Meunier unzufrieden ist mit seiner Rolle im zweiten Jahr in Paris. Vor der aktuellen Spielzeit bekam der 26-Jährige mit Dani Alves einen Weltstar vor die Nase gesetzt. Meunier kommt zwar auch in diesem Jahr auf 25 Pflichtspieleinsätze, bei denen er je fünf Tore und fünf Vorlagen auflegte - in den wichtigen Spielen sitzt der 22-fache belgische Nationalspieler aber nur auf der Bank. Bis zum Achtelfinal-Aus gegen Real Madrid konnte Meunier in der Champions League nur einen 24-minütigen Kurzeinsatz verbuchen.

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Meuniers (l.) einziger Einsatz in der Königsklasse: Im Achtelfinal-Hinspiel in Madrid durfte der belgische Außenverteidiger 24 Minuten ran.



Meunier will mehr spielen - und nennt den BVB als potenzielles Ziel


Schon Ende März meinte er auf einer Pressekonferenz beim belgischen Nationalteam, er sei keine 18 Jahre alt mehr. Damals verriet er auch - unfreiwillig oder nicht -, dass Emery nach der Saison PSG verlassen muss. "Ich warte ab, denn viele Dinge werden sich ändern, auch der Trainer", soll der 26-Jährige laut L'Equipe auf die Frage geantwortet haben, ob er in der nächsten Saison noch das PSG-Trikot trägt.

Nur drei Wochen später ist es mit seiner Geduld offenbar schon zu Ende. "Ich verlange nicht zu viel derzeit. Alles was ich will, ist spielen", sagte er in einem Interview mit dem belgischen Radio- und TV-Sender RTBF. "Wenn es dafür nötig ist einen Schritt zurück zu gehen, dann werde ich das tun. Ich könnte bei einem Klub wie Everton, Valencia oder Dortmund spielen", wurde er deutlich. "Michy Batshuayi spielt dort wirklich gut. Der Spaß am Fußballspielen ist das einzige, was ich derzeit vermisse", so Meunier weiter.

In Paris hätte er im kommenden Jahr zumindest einen Ex-Dortmunder als Trainer. ​Thomas Tuchel wird aller Voraussicht nach der neue Mann an der Seitenlinie von PSG. Ob Meunier dann aber noch in Frankreich weilt, dürfte angesichts seiner Worte fraglich sein. Auf der anderen Seite hat Meunier bei der WM im Sommer die Chance, sich ins Rampenlicht zu spielen und für viele Klubs interessant zu machen. Billig zu haben dürfte der Belgier aber nicht sein - die PSG-Verantwortlichen werden ihn nicht so einfach ziehen lassen. Konkurrent Dani Alves ist bereits 34 Jahre alt und geht in sein letztes Vertragsjahr.