​Der 1. FSV Mainz 05 hat mit dem 1:1-Unentschieden den direkten Abstiegskonkurrenten 1. FC Köln weiter auf Abstand gehalten und steht weiterhin auf dem Relegationsplatz, auch wenn der Hamburger SV mit dem Sieg wieder ein Stück näher an die Rheinhessen herangekommen ist. Für großen Aufruhr sorgte im Spiel der beiden Karnevalsvereine auch der Platzverweis für den Mainzer Rechtsverteidiger Giulio Donati. Der Italiener äußerte sich nun selbst dazu und beklagte dabei vor allem die verbalen Beleidigungen im Anschluss. 


In der Nachspielzeit hatte der 28-Jährige sich an der Außenlinie zu einer völlig unnötigen Grätsche mit beiden Beinen gegen den Kölner Leonardo Bittencourt hinreißen lassen. Fast schon gnädig ließ der Schiedsrichter Gnade vor Recht walten und zeigte dem hitzigen Defensivmann nur die Gelbe Karte für sein Vergehen. Nur wenige Augenblicke später kassierte er nach einem leichten Tätscheln im Gesicht von Bittencourt allerdings dann eine zumindest diskutable zweite gelbe Karte und flog somit in der Folge mi Gelb-Rot vom Platz. Zur besagten Szene erklärte Donati im Anschluss an die Partie: "Ich wollte die Situation beruhigen, aber er hat meine Hand weggeschlagen." Erst mit zwei Minuten Verzögerung verließ der Außenverteidiger dann unter Mithilfe vom 05er Sportdirektor Rouven Schröder das Spielfeld. 


1. FC Koeln v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

Die Szene des Spiels: Giulio Donati (l.) im Zweikampf mit Kölns Leonardo Bittencourt 



Anstatt jedoch wie eigentlich vorgesehen für den Rest des Spiels in die Kabine zu verschwinden, kletterte der Hitzkopf auf die Tribüne, wo er sich mit einem Ordner anlegte. Auch die Zuschauer zeigten sich hochemotional und beleidigten Donati, wie dieser verriet. "Ich bin massiv von den Zuschauern beleidigt worden, obwohl ich ganz ruhig da gesessen bin. Dann wollte der Ordner mich von der Tribüne entfernen, dabei wollte ich nur das Spiel zu Ende sehen." Trotz des Ärgers über die Beleidigungen zeigte er zumindest auch Einsicht, was sein eigenes Verhalten angeht. "Ich wäre vielleicht besser nicht auf die Tribüne gegangen. Aber in dem Moment war ich noch zu emotional."


Mainz-Coach Sandro Schwarz wollte das Thema einen Tag später dennoch nicht größer machen, als es ist. "Wir machen keinen Staatsakt draus. Aber, wie bei uns üblich, kriegt er für so einen Platzverweis eine Geldstrafe! Und damit ist das Thema dann auch durch", so der 39-Jährige gegenüber der BILD.