Nach seinem schweren Fehler in Bremen wirkte Eintracht-Schlussmann Lukas Hradecky auch gegen Hoffenheim nicht immer souverän. Der Finne gab nach dem 1:1 zu, dass ihn die Bremen-Panne noch immer beschäftigt. Nächste Woche wolle er aber "wieder voll da" sein - dann soll in Leverkusen die Auswärtspleiten-Serie enden.


"Er trinkt jetzt ein Bier, dann geht es ihm wieder gut", meinte Kevin-Prince Boateng nach Frankfurts 1:2-Pleite in Bremen. Gemeint war Schlussmann Lukas Hradecky, der mit einem ​folgenschweren Patzer die Eintracht-Niederlage gegen Werder einleitete.


Der finnische Nationaltorhüter gehört eigentlich zu den besten Keepern der Liga. Doch statt Punkte zu retten, kostete der 28-Jährige seinem Team einen wichtigen Zähler im Kampf um Europa. Und mit einem Bier war es offensichtlich nicht getan - Hradecky war auch eine Woche später im Duell mit 1899 Hoffenheim noch nicht wieder auf der Höhe. Der Finne ließ die gewohnte Sicherheit vermissen und hatte kurz vor dem Seitenwechsel Glück, dass ein eher harmloser Schuss von Andrej Krmaric nur an den Pfosten prallte. Hradecky hatte den Ball unterschätzt - wie schon vergangene Woche in Bremen - und nur hinterhergeschaut, wie die Kugel vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang.

SV Werder Bremen v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Lukas Hradecky tauchte in Bremen unter dem Ball durch und leitete so die Niederlage für die Eintracht ein.



"Gebt mir noch eine Woche Training und ich bin wieder voll da. Das war einfach ein schwerer Schlag gegen Bremen. Sowas ist mir noch nie passiert und das hat uns Punkte gekostet“, gab Hradecky nach der Partie gegen die TSG zu. "Der Punkt hat uns und mir gut getan", so der SGE-Keeper weiter. Durch das Remis gegen den direkten Konkurrenten sei man im "Rennen für Europa" weiter dabei. Nun gelte es "wieder auswärts zu punkten. Das hat zuletzt gar nicht geklappt", sagte Hradecky.

Viermal in Folge hat die zuvor so auswärtsstarke Eintracht auf fremden Plätzen verloren. Dank der gleichzeitig neugewonnenen Heimstärke darf man am Main aber weiter von der Champions League träumen. Am kommenden Samstag geht es im nächsten "Europa-Duell" in Leverkusen weiter (15.30 Uhr). Dann soll endlich wieder etwas Zählbares aus er Ferne mitgenommen werden - mit einem Hradecky der "wieder voll da" ist.