​Mittlerweile hat sich Timo Werner bei ​RB Leipzig zu einem international gefeierten Stürmer entwickelt und ist auch bei vielen Topklubs ganz oben auf dem Zettel. Doch der 22-Jährige war nicht immer ein gefeierter Shootingstar. In seiner Anfangszeit beim VfB Stuttgart wurde der Angreifer oftmals noch heftig für seine damalige Abschlussschwäche kritisiert. Sein Ex-Trainer Alexander Zorniger räumte nun ein, dass er seinen ehemaligen Schützling womöglich unterschätzt hatte.


Als sich der gebürtige Stuttgarter Timo Werner im Sommer 2016 dazu entschlossen hatte, den Verein in Richtung Leipzig zu verlassen, wurde ihm von Seiten der VfB-Fans zwar mangelnde Treue vorgeworfen, dennoch empfanden viele Suttgarter die Einnahmen in Höhe von zehn Millionen Euro als einen echten Glücksfall. Schließlich hatte der Angreifer zwar häufig seine Qualitäten angedeutet, ein echter Torjäger war er jedoch noch nicht.

Bei seinem Ex-Trainer Alexander Zorniger hatte der heute 22-Jährige damals bei den Schwaben keinen leichten Stand. So kritisierte der 50-Jährige seinen damaligen Schützling nach einer Partie gegen die TSG 1899 Hoffenheim öffentlich, da er eine Chance zum 3:2-Siegtreffer fahrlässig liegen ließ. Der sichtlich erboste Cheftrainer der Schwaben warf dem Stürmer damals laut der BILD nach dem 2:2 Ausgleichstreffer vor, "noch mit Küsschen beschäftigt gewesen" zu sein.


Bereits am vergangenen Donnerstag zeigte sich Zorniger, der mittlerweile als Trainer von Bröndby Kopenhagen tätig ist, glücklich, aber auch überrascht über die Leistungssteigerung seines ehemaligen Spielers: "Mich freut es, dass er so eine Entwicklung genommen hat. Ich muss sagen, die war mir nicht unbedingt klar." Dabei komme ihm die Spielweise der 'Bullen' sichtlich zugute, die "genau Timos Waffen" anspreche.

Dennoch habe der Fußballlehrer damals der Situation geschuldet agiert, schließlich stand er mit seinem Verein mit dem Rücken zur Wand. Die Förderung der Persönlichkeit des Youngsters blieb dabei ein bisschen auf der Strecke: "Meine Aufgabe war es damals, ihn als Spieler zu bewerten und nicht eine pädagogisch sinnvolle Lösung für ihn zu finden." Ein angespanntes Verhältnis habe es zwischen den beiden dennoch nie gegeben.