​Bremens Sportchef Frank Baumann hat Verständnis für die Überlegungen von ​Thomas Delaney gezeigt, in Zukunft eventuell bei einem anderen Verein anzuheuern. Dennoch betonte der ehemalige Werder-Profi, dass er alles daran setzen wird, den Mittelfeldspieler von einem Verbleib bei den Hanseaten zu überzeugen.


Erst vor kurzem hatte der 26-jährige Mittelfeldakteur mit einem Interview für Aufsehen gesorgt. Gegenüber den Kollegen von deichstube.de hatte der 25-fache dänische Nationalspieler erklärt, dass er die ​anstehende Weltmeisterschaft in Russland als eine Art Schaufenster ansieht und sich durch starke Leistungen für sein Vaterland gerne für einen größeren Verein präsentieren wolle.


Wohingegen viele Werder-Anhänger dem zentralen Mittelfeldspieler diese Aussage etwas übel nahmen, zeigte sich Sportchef Frank Baumann nun ziemlich gelassen. "Ich habe überhaupt kein Problem mit seiner Aussage. Schon bevor er bei uns unterschrieben hatte, wussten wir, dass er eines Tages gerne in England spielen würde. Das ist sein Wunschtraum", wird der 42-Jährige von deichstube.de zitiert.

Der Linksfuß war im Sommer 2017 für zwei Millionen Euro Ablöse an die Weser gewechselt und ist noch bis 2021 vertraglich an den Verein gebunden. Dass sich der Mittelfeldregisseur durch starke Leistungen bei dem Nordklub auch in den Fokus von anderen Vereinen gespielt hat, überrascht Baumann herzlich wenig: "Das ist doch klar. Angebote für Thomas hatten wir schon, da hatte er noch keine Minute für uns gespielt."


Geht es nach den Bremern, würden sie den Lockenkopf nur äußerst ungern abgeben, schließlich sei es das Ziel von Werder, möglichst alle Führungsspieler zu halten. Im Falle eines vorzeitigen Wechsels dürften sich die Hanseaten zumindest über einen warmen Geldregen freuen. Bis zu 15 Millionen Euro Ablöse stehen im Raum. "Wenn so ein Spieler gehen sollte, ist es für uns wichtig, dass die Summe am Ende passt", betonte daher auch der Sportchef.