Der SC Freiburg konnte die Ergebniskrise nicht unterbrechen. Beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg zeigten die Breisgauer eine fatale Schwäche und vergaben am Ende sogar einen Elfmeter.


SC Freiburg 0:2 VfL Wolfsburg

Tore: Daniel Didavi 0:1 / 0:2


Nachdem der SC Freiburg in den letzten fünf Spielen ​keinen Sieg verbuchen konnte und zudem eine sehr turbulente Woche hinter sich hatte, hofften die Breisgauer natürlich vor den heimischen Fans im Schwarzwald-Stadion die nächsten drei Punkte holen zu können. Ihr Gegner hieß VfL Wolfsburg, der in der Tabelle nur einen Platz hinter Freiburg lag, sich jetzt aber gefährlich nah an die Breisgauer heran gekämpft hatte. Verzichten musste Cheftrainer Christian Streich in dieser Partie neben den Langzeitverletzten auf Lucas Höler, der mit einem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen hatte, sowie auf Marco Terrazzino, der ebenfalls krankheitsbedingt ausfiel. Nicolas Höfler, der rechtzeitig genesen konnte und Nils Petersen, dessen Sperrung am Freitag vom DFB-Bundesgericht aufgehoben wurde, standen wie geplant in der Startelf.


Die Partie begann auf turbulentestem Wege. Anstoß hatten die Breisgauer, welche den Ball gegen die Wölfe nicht verteidigen konnten. Diese zogen sich kurz in den eigenen Sechszehner zurück, preschten dann aber über die rechte Seite nach vorne, wo Gulde an der Strafraumkante klären wollte, den Ball aber unfreiwillig auf Didavi spielte, welcher mit einem flachen Schuss die Kugel vorbei an Schwolow in der linken unteren Ecke des Tores versenkte. 0:1 für den VfL Wolfsburg in der zweiten Spielminute!

Nach dem dominanten Start der 'Wölfe', sahen die Breisgauer sich gezwungen, einen Gang höher zu schalten. In der zehnten Minute kam es zur ersten Aktion der Freiburger, als Günther eine Ecke herausholte, diese auch ausführte aber Gulde den Ball neben das Tor hinaus köpfte. Die Freiburger wurden offensiver, waren öfters in Ballbesitz doch kamen einfach nicht zum Abschluss. In der 19. Minute kam es zum ersten Mal zu einer gefährlichen Situation vor dem gegnerischen Tor, als Gulde wieder nach einer Ecke den Ball haarschaft am Pfosten vorbei köpfte. 


Die Gäste waren nun fast nur noch im eigenen Strafraum tätig und verteidigten ihr Tor. Die Freiburger zeigten sich weiterhin sehr ballstark und waren weit mehr in Ballbesitz als die 'Wölfe'. Sie versuchten sich immer wieder nach vorne zu arbeiten und sich durch die Wolfsburger Abwehr zu kämpfen, jedoch kam die Elf von Streich nicht zum Abschluss. Hier zeigte sich das Problem der Breisgauer, lediglich aus dem Standart heraus gute Torchancen aufweisen zu können. Nach einer unzufriedenen und eintönigen ersten Halbzeit ging es in die Pause. 

Die zweite Spielhälfte gestaltete sich weit interessanter als die erste. Die Wolfsburger zeigten sich viel aggressiver und nutzten die anfänglichen Starschwierigkeiten der Freiburger aus, welche einige Fehlpässe nicht vermeiden konnten. Die erste Chance für Freiburg ergab sich in der 58. Minute nach einem Pass von Günther auf Koch, der im gegnerischen Strafraum stand. Der Ball landete aber bei Keeper Casteels, welcher den Ball noch wegfausten konnte, bevor Koch ihn zu Boden warf. Freistoß für den VfL. In der folgenden Viertelstunde zeigten sich die Breisgauer ebenso aggressiver, doch der Unparteiische gab immer noch keine Gelbe Karten. In der 67. Minute änderte sich das, als William Kath foulte und dafür Gelb sah. 


Die Freiburger machten immer noch nichts aus ihren Situationen. Vor dem Tor blieben sie weiterhin erfolglos und auch aus den Standards konnte die Mannschaft nichts sinnvolles machen. In der 73. Minute ließ sich Dimata ohne Gegnereinwirkung an der Mittellinie auf den Boden fallen. Er wurde zur Seitenlinie getragen und für ihn wurde Divock Origi eingewechselt. Gleichzeitig verließ Kath das Spielfeld und Tim Kleindienst übernahm dessen Position. Das Spiel ging weiter, ohne nennenswerte Aktionen. In der 80. Minute kam es zu einem weiteren Wechsel, Sierro machte Platz für Bartosz Kapustka.


Doch in der 83. Minute der Schock. Origi kämpfte an der rechten Außenlinie mit Söyüncü, der hier recht unglücklich Origi vorbei ließ, welcher den Ball auf den freistehenden Didavi passte. Dieser zog ab und traf ins rechte untere Eck. 0:2 für den VfL Wolfsburg.

Das Spiel war entschieden. Die Freiburger hatten keine Chance mehr, in weniger als zehn Minuten den Ausgleich zu erlangen. Streich nahm einen letzten Wechsel vor und Söyüncü musste raus. Für ihn kam Julian Schuster. Schiedsrichter Stegemann gab sechs Minuten Nachspielzeit. Turbulent wurde eine Szene in der 92. Minute, als nach einem Kopfball die Hausherren auf Handspiel proklamierten. Stegemann wartete auf eine Nachricht aus Köln, schaute sich die Szene dann aber selber an und entschied sich für einen Elfmeter. Der Kapitän Petersen trat an und verschoss. Das Spiel lief noch vier Minuten weiter ohne interessante Situationen, bis Stegemann in der 97. Minute abpfiff.