Im Abstiegskracher gegen den FSV Mainz 05 will der 1. FC Köln im heimischen Rheinenergiestadion den Rückstand auf die Rheinhessen, die mit 26 Punkten aktuell den Relegationsplatz belegen, auf bis zu drei Punkte verkürzen, während man bei einer Niederlage womöglich die letzte große Chance auf einen Verbleib in der Bundesliga ausließe. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck belegt in der Rückrundentabelle zwar den zehnten Tabellenplatz, doch die Zukunft des Nachfolgers von Peter Stöger ist weiter ungewiss, wie Sportchef Armin Veh gegenüber Sky Sport verriet.

Als der langjährige Erfolgstrainer Peter Stöger kurz vor dem Ende des vergangenen Jahres von seinen Aufgaben entbunden wurde, galt Stefan Ruthenbeck zunächst nur als Interimslösung. Der 45-jährige Fußballlehrer war zuvor für die U19 des FC zuständig, nachdem er in Aalen sowie bei der Spielvereinigung Greuther Fürth erste Erfahrungen als Cheftrainer in der zweiten Bundesliga sammelte.

Am Ende der Hinrunde stand fest: Ruthenbeck bleibt Trainer der ersten Mannschaft - zumindest bis zum Saisonende. Die Bilanz in den bisherigen Spielen ist eher durchschnittlich: Fünf Siege, zwei Unentschieden und neun Niederlagen in 16 Partien. Insgesamt sammelten die Kölner unter seiner Leitung 17 Punkte, das Torverhältnis liegt bei 21:30 Treffern.

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​Nach der aufkeimenden Euphorie zum Rückrundenauftakt, als man zwei der ersten drei Partien gewann, verloren die Domstädter drei ihrer vier letzten Bundesligaspiele und benötigen im ​direkten Duell gegen den Konkurrenten aus Mainz unbedingt einen Sieg, um doch noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Von daher sei das Spiel doch nicht so gewöhnlich, wie Armin Veh im Interview mit Sky Sport verriet: "Wir können nur noch Endspiele haben. Wenn Mainz bei uns gewinnen sollte, dann haben wir aber nur noch Minimalchancen. Deswegen ist es ein anderes Spiel, das gebe ich zu."

​Ruthenbecks Zukunft ab Sommer offen

Doch egal auf welchem Platz die Kölner am Ende stehen werden, die Zukunft von Ruthenbeck ist weiterhin ungeklärt: "Wir werden zu gegebener Zeit darüber sprechen", so der Nachfolger von Jörg Schmadtke. Ruthenbeck bleibe "auf jeden Fall bis zum 30. Juni" als Trainer des 1. FC Köln tätig, so viel stehe fest. Doch neben einem möglichen Abstieg seien auch andere Komponenten in der Trainerfrage von Bedeutung: "Vom sportlichen Erfolg alleine kann es in dem Fall natürlich nicht abhängen. Wir könnten trotzdem runtergehen, obwohl ihm persönlich ein sportlicher Erfolg attestiert wird", so Veh, der anfügte: "Das ist eine andere Situation."

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​​Veh, der als Trainer im Jahr 2007 mit dem VfB Stuttgart die Deutsche Meisterschaft gewann, kann sich allerdings nicht vorstellen, selbst noch einmal auf der Bank Platz zu nehmen. "Zu hundert Prozent" würde er nein sagen, so der 57-Jährige. "
Ich kann loslassen und habe kein Interesse auf der Bank zu sitzen oder einzuspringen. Das wird es hier in Köln mit Sicherheit nie geben."