​Ausgerechnet Martin Harnik war es, der das erste Tor für den Bundesliga-Aufsteiger gegen Werder Bremen erzielte und damit früh in der 17. Minute andeutete, in welche Richtung sich die Partie entwickeln sollte. Hannover 96 schlug die derzeit so formstarken Bremer zuhause mit 2:1 und befindet sich in der Tabelle nun unmittelbar hinter den Werderanern.


Die Truppe von Florian Kohfeldt steht nach wie vor auf dem 12. Tabellenplatz, dicht gefolgt von den Hannoveranern, die durch den heutigen Sieg bis auf einen Punkt heran rücken konnten. Mit dem Abstieg werden beide Teams in dieser Saison wohl nichts mehr zu tun bekommen, auch wenn beide vor der Saison als Abstiegskandidaten galten.

Hannover 96 v SV Werder Bremen - Bundesliga

Gegen seinen Ex-Verein erfolgreich: Martin Harnik



Ausgerechnet Harnik war es also, der das 1:0 in der 17. Spielminute erzielte. Jener Harnik, der gebürtig aus Hamburg stammt und von 2006 bis 2010 an der Weser die Fußballschuhe schnürte. Felix Klaus hatte Albornoz auf der linken Seite bedient, welcher das Leder zum Österreicher weiterleitete. Dieser fackelte nicht lang und brachte den Ball aus fünf Metern im Tor unter. Die Hannoveraner legten ein hohes Tempo an den Tag, bestraften die Werderaner bei deren ersten Offensivbemühungen. 


Kurz vor der Halbzeit wurde die Partie temporeicher, ausgeglichener, teilweise auch härter. Einen Wirkungstreffer in der 42. Minute konnten allerdings wieder die Niedersachsen setzen: Bakalorz scheiterte scheiterte zunächst mit einem Lupfer an Pavlenka und dem Pfosten, doch Felix Klaus nutzte die Chance und staubte zum 2:0 ab.

Hannover 96 v SV Werder Bremen - Bundesliga

Voller Einsatz: Ishak Belfodil erweckte mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 noch Hoffnungen bei den Werder-Fans



Durch frühes Stören und konsequente Zweikämpfe gestalteten die Hannoveraner das Spiel zu ihren Gunsten. Offenbar wollte man die Serie von fünf Niederlagen in Folge unbedingt beenden. Auch der Anschlusstreffer in der 74. Minute konnte nichts mehr daran ändern: Ishak Belfodil traf mit dem Kopf nach Vorlage von Thomas Delaney. 


Gleich eine Minute später kam der Algerier völlig frei vor Tschauner erneut zum Abschluss, doch vergab die Chance auf das 2:2. Fünf Minuten Nachspielzeit und Pavlenka im Strafraum nutzten letzten Endes nichts: die Hannoveraner stoppen ihren Negativ-Lauf und besiegen Werder im Freitagabend-Spiel. Die Gäste hatten mit 57 Prozent mehr Ballbesitz, liefen allerdings sieben Kilometer weniger und verloren mehr Zweikämpfe.