Borussia Mönchengladbach steht derzeit auf dem neunten Tabellenplatz und hat in den verbleibenden sechs Partien nur noch sehr theoretische Chancen auf eine Qualifikation für das internationale Geschäft. Max Eberl, Sportdirektor der Borussia, sprach im Interview mit DAZN nun über die Saison der Gladbacher, die Nicht-Teilnahme am europäischen Wettbewerb, sowie die Träume des 44-Jährigen.


Für die kommende Saison plane man am Niederrhein eine analytische Aufarbeitung der Geschehnisse. Der erfolgreiche Manager erklärt dies wie folgt: "Wir versuchen, was bei diesem Ereignis Fußball kompliziert ist: emotionsloser und analytischer an die Probleme ran zu gehen. Was sind die Dinge, die man verbessern kann? Welche Dinge haben wir falsch gemacht? Was sind die Folgen für die neue Saison?".


Dabei verweist er darauf, dass ein einstelliger Tabellenplatz für die Gladbacher durchaus schon als Erfolg zu verstehen ist, bzw. die Saison in diesem Fall nicht als gescheitert gilt. Man wolle schließlich am Ende bewerten, "ob wir in einem Zielgebiet enden, dass wir uns vor der Saison auch als mögliches Szenario gegeben haben. Und zwar Europa nicht erreicht zu haben, vielleicht Siebter oder Achter geworden zu sein, wäre auch für uns eine ordentliche Saison".

Borussia Moenchengladbach v FC Augsburg - Bundesliga

Unter anderem schwächelnde Konkurrenz: für Eberl braucht es mehrere Faktoren für eine Gladbacher Europapokal-Teilnahme



"Auch wenn das die Fans nicht gerne hören: Wenn für Mönchengladbach alles optimal läuft, das heißt die Neuzugänge schlagen ein, der komplette Kader steht uns zur Verfügung, die Qualität der Spieler entwickelt sich, wir haben Konkurrenten, die schwächeln", dann habe man die Chance auf eine Europapokal-Teilnahme, führte Eberl weiter aus. Ein Szenario, das in der aktuellen Spielzeit nicht vorzuliegen scheint.


"Wenn Max Eberl realistisch sagt, was mit Gladbach möglich ist, dann heißt das ja nicht, dass Max Eberl nicht träumt oder ehrgeizig ist und nicht sagt: Verdammt nochmal, das, was wir erreicht haben, wollen wir nochmal erleben", so der Manager. Er sei realistischer, als es viele Fans gerne hätten, ergänzte er, gab aber gleichzeitig zu: "Trotzdem ist Max Eberl ein Träumer und würde gerne wieder nach Europa kommen." Ob Eberls Traum von Europa noch in dieser Spielzeit wahr werden kann, darf bezweifelt werden. Zu Tabellenplatz 6 fehlen dem Team von Dieter Hecking derzeit acht Punkte.