In Europa gibt es wohl keinen Topclub, auf dessen Liste der Name von Leon Bailey nicht steht. Nach einer fantastischen Hinrunde bei Bayer Leverkusen 04 ist es in letzter Zeit jedoch etwas ruhig geworden um den jamaikanischen Tempodrippler. 


Nach einem enttäuschenden Start in die neue Saison setzte der Cheftrainer Heiko Herrlich auf den Stürmer Bailey und das mit Erfolg. Der gebürtige Jamaikaner startete sofort durch und kam bisher bei 32 Spielen zum Einsatz, wobei er neun Tore erzielte. Mit ihm schaffte Bayer Leverkusen den Aufstieg in die oberen Ränge der Tabelle und darf von einer Qualifikation für die Europa League träumen. 



Doch nach dem starken Rückrundenauftackt zeigt sich Baileys schwache Seite. Seit Ende Januar kann lediglich ein einziges Pflichtspieltor auf seinem Konto verbucht werden. Auf die Frage hin, ob dem Youngstar der Ruhm zu Kopfe gestiegen sei, antwortet Sportdirektor Rudi Völler im Interview mit 'Sportbuzzer': "Leon ist weit weniger der Sunny Boy, als den ihn manch einer vielleicht sehen möchte. Er ist ernst, sehr lernwillig, trainiert sehr gut. Ich habe nicht das Gefühl, dass ihm bisher etwas zu Kopf gestiegen wäre."


Auch Herrlich verteidigt seinen Schützling. "Er will alles richtig machen, doch in der einen oder anderen Situation, in der er früher die richtige Entscheidung getroffen hat, versrpingt ihm der Ball. Trotzdem: Er will - das ist entscheidend" so der Trainer über die Situation Baileys im 'kicker'. 


Für Leverkusen ist die Flaute Baileys gerade Glück und Pech zugleich. Die schlechte Leistung des Stürmers spiegelt sich in der Leistung der Werkself um Herrlich. Diese stecken im Moment in einer Ergebniskrise. Andererseits ist das internationale Interesse um Bailey aufgrund seines Leistungsabfalls abgeschwächt. Für Leverkusen bedeutet das, dass sie in Zukunft auch weiterhin auf ihr Jamaika-Sternchen setzen können, sobald dieser wieder in seine Topform zurück findet. Segen und Fluch zugleich.