Privatleben statt Trainingsplatz - Vater-Rolle statt Champions-League-Quali: Christian Schulz will im Sommer seine Karriere beenden und sich der Familie widmen. Der Ex-Nationalspieler kehrt aus Graz in seine Wahl-Heimat Hannover zurück. Gespräche über ein Engagement bei 96 sollen bereits laufen.


​Christian Schulz beendet seine Karriere. Am Ende der laufenden Spielzeit hängt der ehemalige Werder- und Hannover-Profi seine Fußballschuhe an den Nagel. "Von jetzt an zählt die Familie“, erklärt der 35-Jährige gegenüber der Deichstube. Bis dahin dirigiert der vierfache Nationalspieler noch die Abwehr von Sturm Graz. Zum aktuellen Tabellenzweiten der österreichischen Bundesliga war Schulz 2016 gewechselt.


Zuvor gewann er 2004 mit Werder Bremen das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal und bestritt insgesamt 140 Pflichtspiele für seinen grün-weißen Ausbildungsklub. 2007 ging es dann weiter nach Hannover, wo er bis 2016 285 Partien absolvierte. Die niedersächsische Hauptstadt ist in dieser Zeit auch zu seiner Wahl-Heimat geworden. An die Leine, wo er mit seiner Frau ein Haus besitzt, soll es wieder zurückgehen. Im August kommt dann das zweite gemeinsame Kind zur Welt. "Das bekräftigt mich, dass Schluss sein sollte mit dem Fußball“, so der 35-Jährige. 

"Ich gehe davon aus, dass es so sein wird. Es ist jetzt auch gut so. Es war eine schöne und lange Zeit im Fußball“, sagt Schulz nach 16 Jahren als Profi. Dem Fußball wird er aber wohl auch in Zukunft treu bleiben. "Das Naheliegendste wäre, in Richtung Trainer zu gehen. Aber ob das wirklich etwas für mich ist, weiß ich noch nicht“, schaut Schulz voraus.


Schon vor seinem Wechsel nach Graz lag ihm ein Angebot von Werder Bremen vor. Damals hätte er zunächst die U23 in der Dritten Liga als Spieler verstärken und im Anschluss als Trainee andere Bereiche des Klub kennenlernen sollen. Doch Schulz lehnte die Offerte seines ehemaligen Weggefährten Frank Baumann ab. Nun scheint Hannover 96 die wahrscheinlichste Option. Es soll bereits Gespräche gegeben haben, welche Möglichkeiten es für ihn bei den Niedersachsen geben könnte.