Am Sonntagnachmittag empfängt Borussia Dortmund zuhause den VfB Stuttgart. Im Vorfeld der Partie, lobte Trainer Peter Stöger auf der heutigen Pressekonferenz seinen Kollegen Tayfun Korkut und äußerte sich über seine eigene Zukunft. 


Am 28. Spieltag mussten die Borussen eine herbe 0:6 Klatsche beim Erzrivalen aus München hinnehmen. Nach der Niederlage hatte der Österreicher seine Mannschaft hart kritisiert. Heute zeigte er sich eher analytisch: "Das war ein Spiel, was nicht alltäglich war. Die Punkte in München hatten wir nicht fix eingeplant, die Art und Weise war nicht positiv, wie wir da aufgetreten sind."

Wieder Fokus auf das Positive legen


Natürlich ist auch den Verantwortlichen beim BVB klar gewesen, dass eine solche Blamage lange nachwirken kann. Dennoch zeigte sich der Cheftrainer der Borussen kämpferisch und will den Blick nach vorne richten: "Uns ist allen klar, dass nach der Niederlage viele Dinge zu diskutieren sind. Wir hatten aber auch Sachen in den letzten Monaten, die funktioniert haben. Wir müssen Dinge besser machen als in München. Gegen den VfB wird es nicht einfach, wir haben noch wichtige Spiele und werden es am Sonntag schaffen."


Dafür sei aber eine Leistungssteigerung seiner Spieler nötig. "Es gibt in dieser Spielzeit Dinge, die nicht optimal laufen, aber die Jungs kriegen das trotzdem richtig gut hin. Wir müssen jetzt die restlichen sechs Spiele optimal lösen", so der 51-Jährige.


Lob für Arbeit von Korkut


Am Wochenende erwartet Stöger einen starken Gegner. Dabei lobte der Trainer vor allem die Arbeit von Tayfun Korkut, der den Aufsteiger extrem stabilisiert hat: "Wir müssen das Spiel selbst in die Hand nehmen dort. Sie haben zwei zentrale Sechser, spielen ein klassisches 4-4-2, sind aber dennoch sehr variabel. Kompliment an Tayfun, ich hatte in den letzten Monaten viel Spaß mit ihm. 


Der 44-Jährige habe in Stuttgart eine schwere Situation vorgefunden. Schließlich sei er vor dem "ersten Schritt auf den Trainingsplatz schon ausgemustert worden." Durch harte Arbeit Woche für Woche habe er aber abgeliefert. "Da lacht das Trainerherz, so Stöger.

Personelle Situation


Peter Stöger erklärte, dass er aktuell davon ausgeht, dass sowohl Ömer Toprak, als auch Marco Reus rechtzeitig für die Partie fit werden und zumindest im Kader stehen können. Ob einer der beiden auch den Sprung in die Startelf schaffen kann, wollte der Trainer jedoch noch nicht verraten. Auch Andriy Yarmolenko macht Fortschritte und könnte ebenfalls in den Kader rutschen.


Trotz der schwachen Leistung gegen die Bayern wird der Trainer voraussichtlich nicht die Rotationsmaschine anwerfen, dennoch könnte Nuri Sahin eine Option sein. "Ich bin ein Freund davon, Leuten Vertrauen zu geben, es dürfen auch Fehler passieren. Nuri kam in letzter Zeit wenig zum Einsatz, er ist aber immer eine Option. Wir wollen den Spielern aber auch die Möglichkeit, eine nicht so gute Leistung am nächsten Spieltag zu revidieren", so der ehemalige Effzeh-Trainer.

Stöger über persönliche Zukunft


Zuletzt deutete vieles darauf hin, dass Stöger und der BVB nach der Saison getrennte Wege gehen werden. Lust auf seine Arbeit hat der Cheftrainer aber weiterhin: "Es ändert sich nichts daran, dass es eine besondere Aufgabe ist und dass ich sehr froh bin, hier zu sein und dass ich den Job auch für zwei Wochen gemacht hätte. Es geht darum, dass wenn es jemand anders besser kann, dann definiere ich mich nicht darüber ob ich in der Bundesliga beim BVB an der Seitenlinie stehe oder in Österreich in der Regionalliga."