​Der ​VfB Stuttgart ist unter ​Trainer Tayfun Korkut noch immer ungeschlagen und hat sich ein stattliches Polster auf die Abstiegsränge erarbeitet. Selbst die internationalen Plätze schienen zwischenzeitlich greifbar. Sportvorstand Michael Reschke agierte nun jedoch als Mahner und Warner und erklärte angesichts des schweren Restprogramms, dass man für die restlichen Spiele nicht mit einem weiteren Punkteregen rechnen sollte.


Zuletzt kamen die Stuttgarter zuhause zwar nicht über ein müdes 1:1-Unentschieden gegen Tabellenschlusslicht Hamburger SV hinaus, dennoch liest sich die Bilanz unter Trainer Tayfun Korkut noch immer beeindruckend. Fünf Siege und drei Remis bedeuten 18 Punkte aus acht Spielen. Gelänge es dem VfB diese Quote zu halten wäre die Europa-League-Qualifikation rechnerisch möglich.


Sportvorstand Michael Rechke will von dieses Rechenspielchen jedoch nichts hören und versucht die Euphorie am Neckar zu dämpfen. Gegenüber der BILD erklärte der 60-Jährige: "Wir müssen aufpassen, dass die Erwartungshaltung nicht zu schnell nach oben geht. Es soll bloß keiner glauben, dass es punktemäßig jetzt einfach so weiterläuft wie in den letzten acht Spielen."

Ein Grund für die Demut des starken Mannes beim Aufsteiger ist, dass es sich bei den restlichen Gegnern um echte Brocken handelt. Am Sonntag muss man bei Borussia Dortmund ran und auch Leverkusen und die Bayern warten noch. Dabei verwies der ehemalige Chefscout des Rekordmeisters auf seine eigene Aussage in der Hinrunde: "In der Hinrunde habe ich gesagt, dass ich sechs Punkte aus diesen sechs Spielen sofort unterschreiben würde. Diesmal wären es sieben."


Er räumte zwar ein, dass die Situation des Vereins mittlerweile eine andere wäre, dennoch erklärte er, wieso es nun keineswegs leichter sei Punkte zu holen. "Sieben Teams spielen noch um die Champions League. Vier sind unsere Gegner, drei davon auswärts. Das wird ein Monster-Programm!"