​Sven Bender kehrte Borussia Dortmund im Sommer völlig überraschend den Rücken und schloss sich seinem Bruder Lars und Bayer Leverkusen an. Zwölf Millionen Euro kassierte der BVB für seinen Mittelfeldrecken, eine Summe, die nicht wenige für zu hoch hielten. In einem Interview sprach Bender über seinen Wechsel an den Rhein und den explodierenden Markt.


"Ich habe nicht viele Vereinswechsel in meiner Karriere erlebt", erklärte Bender in einem Interview mit Goal. "Ich bin 2009 mit 20 Jahren zum BVB gewechselt. Da ich aber als gestandener Spieler in Leverkusen angekommen bin, habe ich mich auch sofort mit der Rolle als Führungsspieler identifiziert. Vom ersten Tag an habe ich mich mit eingebracht." Seither absolvierte der in Leverkusen vorwiegend in der Innenverteidigung eingesetzte Leader 26 Bundesligaspiele für die Werkself.



Von seinem einstigen Verletzungspech aus Dortmunder Zeiten war in dieser Spielzeit nicht mehr viel zu sehen: "Ich habe in dieser Saison tatsächlich relativ wenig ausgesetzt. Aber genau das wollte ich auch, ich wollte mit dem Wechsel diesen 'Stempel' ablegen und zeigen, dass ich noch der Alte bin. Ich glaube, das ist mir bis jetzt gut gelungen und ich hoffe, dass das auch so bleibt."


Die zwölf Millionen Euro, die die Werkself für Bender an den BVB überwies scheinen sich nun entgegen erster kritischer Stimmen doch rentiert zu haben. Der Defensiv-Allrounder hat eine ganz eigene Meinung über die steigenden Preise: "Das ist die Branche. Da gehen sehr hohe Summen über den Tisch. Man kann dem Spieler keinen Vorwurf machen, dass er viel Geld kostet. Das ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Natürlich ist das Ganze etwas unwirklich und realitätsfern.