Das "Karnevals-Duell" wird zum ausgerufenen Endspiel im Tabellenkeller: Der 1. FC Köln muss gegen Mainz seine letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt nutzen. Verhindern will das Anthony Ujah. Der schwärmt vor seiner Rückkehr zwar von seinem Ex-Klub, will auf seine alte Liebe am Samstag aber keine Rücksicht nehmen.


Beim 1. FC Köln erlebte Anthony Ujah seine beste Zeit in der Bundesliga. 34 Tore in 94 Partien gelangen dem nigerianischen Angreifer beim Effzeh. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) trifft der 27-Jährige mit Mainz 05 auf seinen Ex-Klub. "Die Zeit in Köln werde ich nie vergessen. Auch wenn die Trennung nicht so gut war - es ist lange her. Mit dem Effzeh werde ich für immer verbunden sein", blickt er gegenüber dem ​kicker emotional zurück. 


Im Abstiegskampf gehe es "jetzt aber nur darum, dass wir mit Mainz die Liga halten". Rücksicht auf seinen alten Klub will Ujah deshalb nicht nehmen. Dort hat man das "Karnevals-Duell" zum Endspiel ausgerufen. Sechs Spieltage vor Schluss liegen die Geißböcke sechs Zähler hinter den Mainzern, dazu kommt das um elf Treffer schlechtere Torverhältnis, dass sich die Kölner bei der jüngsten 0:6-Schlappe in Hoffenheim endgültig versauten. 

Ein Sieg ist daher Pflicht, will man den Abstand auf den Relegationsplatz halbieren und die Chance auf das "Wunder Klassenerhalt" wahren. ​Die Mainzer wollen dagegen von Platz 16 klettern und die punktgleichen Wolfsburger überholen. Der VfL gastiert am Samstag zeitgleich beim ebenfalls noch abstiegsbedrohten SC Freiburg.


1. FC Koeln v VfL Wolfsburg - Bundesliga

Mithelfen, dass es in Köln mit etwas Zählbarem klappt will Ujah mit "viel Erfahrung im Abstiegskampf der Bundesliga". Die konnte er auch in seinem Jahr bei Werder Bremen sammeln. Mit Mainz wird Ujah am letzten Spieltag an die Weser reisen. "Gewiss besonders", sei das ebenfalls, "noch emotionaler" werde aber das Wiedersehen mit Köln", versichert Ujah. 


Der wartet seit seinem Winter-Wechsel aus China für immerhin 3,8 Millionen Euro weiter auf seinen ersten Treffer. Nur zweimal stand er bislang überhaupt erst in der Startelf von 05-Coach Sandro Schwarz. Neben seiner großen Erfahrung sei er abe"jetzt richtig fit" und habe "das Selbstvertrauen", um die Rheinhessen zum Klassenerhalt zu schießen. Ob er das gegen seinen Ex-Klub von Beginn an beweisen darf, bleibt fraglich.