Auf der Suche nach einem Heynckes-Nachfolger wird der FC Bayern in Liverpool nicht fündig - glaubt Schalke-Manager Christian Heidel. Er könne sich einen vorzeitigen Abgang von Kumpel Jürgen Klopp bei den Reds nicht vorstellen. Dort sei es für ihn "wie gemalt".


Christian Heidel und Jürgen Klopp wurden zusammen beim FSV Mainz 05 groß. Klopp prägte später eine Ära beim BVB und ist mittlerweile seit Oktober 2015 Trainer beim FC Liverpool. Heidel verließ die Rheinhessen im Sommer 2016 nach 24 Jahren und ist nun Manager bei Schalke 04. An ein baldiges Wiedersehen in der Bundesliga glaubt der 54-Jährige nicht. "Jürgen Klopp ist keiner, der einfach so eine Aufgabe abbricht, weil etwas anderes Interessantes um die Ecke kommt", sagt er gegenüber ​t-online.

Gemeint ist ein Engagement beim FC Bayern. Der Rekordmeister tappt bei der Frage, wer im Sommer die Nachfolge von Jupp Heynckes übernehmen soll, wohl weiter im Dunkeln. Klopp ​wäre eine Top-Lösung, mit der man alle selbstauferlegten Kriterien erfüllen würde und die auch die schwelenden Diskussionen zwischen Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge beenden könnte.


Klopps Vertrag in Liverpool ist allerdings noch bis 2022 gültig. Kaum vorstellbar, dass der Verein den Hoffnungsträger an der Seitenlinie ziehen lassen würde. Zumal es in dieser Saison gut läuft: In der Liga auf Kurs Champions-League-Qualifikation, ​fegte man am Dienstag in der Königsklasse über Manchester City hinweg. Im Sommer soll die Mannschaft weiter verstärkt werden, um endlich den ersten Premier-League-Titel angreifen zu können. Die Verpflichtung von Leipzigs Naby Keïta steht schon fest.

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Liebe auf den ersten Blick: Klopp (r.) schaut beim 3:0 gegen ManCity ins Publikum und fasst sich ans Herz



Und auch aus Sicht von Klopp spricht alles für einen Verbleib. Der Klub und die Anhänger lieben ihn, er hat eine Mannschaft mit viel Offensivpower und eine noch nicht beendete Mission. "Wenn alles gut läuft, er und die Familie glücklich sind, er alle Möglichkeiten hat und es dazu noch sehr emotional zugeht, dann sind das alles Dinge, die für ihn wie gemalt sind. Einen Wechsel kann ich mir da schwer vorstellen", glaubt auch Heidel. 


Der Schalke-Manager betont zudem die Loyalität "einer seiner besten Freunde": "Auch zu der Zeit in Mainz hatte er immer viele attraktive Möglichkeiten. Er blieb sieben Jahre bis zum Vertragsende und eine ganze Stadt hat Ihn verabschiedet." Glaubt man Heidel, dann ist Jürgen Klopp auf der Bayern-Bank erst ab 2022 möglich.