​Leistungsträger des SV Werder Bremen und Konstante im Mittelfeld der Werderaner: Thomas Delaney bestritt in seinem ersten Halbjahr an der Weser 31 Partien, erzielte zwei Tore selbst und war als Vorlagengeber an fünf weiteren Toren beteiligt. Der Däne äußerte sich in einem Interview mit der Deichstube nun unter anderem zu seiner Zukunft an der Weser.


Nach einer schlechten Hinrunde überzeugt der SV Werder unter dem neuen Trainer Florian Kohfeldt in der Rückrunde. Mit 36 Punkten nach 28 Spieltagen nähert man sich der 40-Punkte-Marke immer mehr und hätte somit auch de facto nichts mehr mit dem Thema Abstieg zu tun. Anteil daran hat natürlich auch Trainer Florian Kohfeldt. Thomas Delaney fand nun lobende Worte über seinen Vorgesetzten.

SV Werder Bremen v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Florian Kohfeldt: Laut Delaney ein "Fußball-Verrückter", "New-Style-Coach".


"Wir haben mit Florian als Trainer große Schritte nach vorne gemacht. Er hat damals ein taumelndes Team übernommen, das auf der Suche nach seiner Identität war. Die hat er uns gegeben. Wir haben jetzt eine klare Linie in unserem Spiel, und die brauchst du auch, wenn du etwas aufbauen möchtest." Dabei bezeichnet der Däne den neuen Trainer als einen "Fußball-Verrückten", einen "New-Style-Coach". 


"Trainer wie Florian, die selber keine Top-Spieler waren, arbeiten härter, um sich den Respekt der Gruppe zu verdienen. Ähnlich wie ein Julian Nagelsmann kann er nicht seinen großen Namen und seine Erfolge als Spieler vor sich hertragen, er muss andere Wege finden. Diese Trainer sind detailversessener, arbeiten mit vielen Schemen, durchdenken Spielzüge bis ins Kleinste. Old-School-Trainer kommen häufig mehr über die Mentalität", meint der 26-Jährige.


Die Zielsetzung Europa hält er in dieser Saison für unrealistisch. Auch im Hinblick auf die kommende Saison zeigt sich Delaney eher skeptisch, was Europa anbelangt. "Das würde bedeuten, Sechster werden zu wollen. Das ist objektiv gesehen nicht realistisch. Aber wenn wir im Sommer so in die Saison starten, wie wir es im Januar getan haben, ist es eine andere Geschichte. Dann kannst du deine Ziele immer noch ändern."

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"Ich habe keine Ahnung, was nach dem Sommer passieren wird." Neigt sich das Kapitel Delaney an der Weser schon dem Ende zu?


Offen lässt Delaney auch seine eigene Zukunft in Bremen. "Ich bin auch sehr zufrieden, wie wir uns entwickeln und dass der Trainer Vertrauen in mich setzt. Aber die Sache ist oft die: Ich habe keine Ahnung, was nach dem Sommer passiert. Das kann man im Fußball nicht planen." Exemplarisch hierfür sieht er die kommende Weltmeisterschaft, die das Interesse an seiner eigenen Person steigern, aber auch schmälern könnte: "Wenn das Turnier mich zu einem besseren Spieler macht und das Interesse an mir steigen lässt, werde ich versuchen, diese Chance zu ergreifen." Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation um Werder bzw. um Delaney entwickeln wird.