​Den 24. Februar 2018 wird der Hamburger SV wohl nicht mehr so schnell vergessen. Nach kräftigen Ausschreitungen der eigenen Anhängerschaft im Gästeblock während des Nordderbys gegen den SV Werder hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine kräftige Strafe angeordnet. 


Das DFB-Sportgericht hat den Bundesligisten zu einer Geldstrafe in Höhe von 80.000 Euro verurteilt. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, damit ist es rechtskräftig. "Über die gesamte Spielzeit hinweg hatten Hamburger Zuschauer in unregelmäßigen Abständen und mit unterschiedlicher Intensität große Mengen an Pyrotechnik abgebrannt und diese teilweise auch auf das Spielfeld geworfen beziehungsweise geschossen", begründete das Sportgericht die Entscheidung. Aufgrund der Vorfälle soll ein Zuschauer ein Knalltrauma erlitten haben.

​​Bereits vor dem Spiel zündeten die Hamburger Pyrotechnik, diese blieb jedoch im Block. Während der Partie kam es dann zu mehreren Unterbrechungen, da Feuerwerkskörper auf dem Rasen oder in den Zuschauerrängen gelandet sind. Bei einer Ecke von Max Kruse vor dem Gästeblock wurde zudem eine Feuerwerksbatterie abgefeuert. 


Doppel-Strafe binnen drei Monaten


Nachdem die Werderaner kurz vor Schluss den 1:0-Siegtreffer erzielten, eskalierte die Lage im Gästeblock komplett. Fahnenstangen und Sitze flogen durch die Westkurve, dabei wurde teilweise das Fangnetz zerrissen. 


Der Bundesliga-Dino wurde erst im vergangenen Januar zu einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro verdonnert. Geld, dass die Hanseaten wohl auch hätten anders verwenden können. Doch Vorstand Frank Wettstein kündigte bereits an, die Geldstrafen auf identifizierte Täter umzulegen.