In den vergangenen Wochen befreite sich der SV Werder Bremen nach und nach aus der Abstiegszone und begann daher, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Nachdem am Dienstag ​die Vertragsverlängerung von Cheftrainer Florian Kohfeldt bis 2021 bekanntgegeben wurde, steht neben einer weiteren Zusammenarbeit mit Sportchef Frank Baumann auch eine mögliche Vertragsverlängerung mit Angreifer Max Kruse auf der Agenda. Zwar wolle dieser derzeit noch nicht über seine sportliche Zukunft nachdenken, doch wie der 30-Jährige erklärte, spiele die Trainerfrage in Bremen in der Entscheidungsfindung eine entscheidende Rolle.

Max Kruse gehört auch in diesem Jahr zu einem der absoluten Schlüsselspieler des SV Werder Bremen. Der Stürmer wechselte im Sommer 2016 für rund 7,5 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zurück zu seinem Jugendverein, für den er bereits zwischen 2006 und 2009 auflief, ehe es ihn zum FC St. Pauli zog. Nach 15 Toren und sieben Assists in 23 Spielen der abgelaufenen Saison besticht der 30-Jährige auch in der aktuellen Spielzeit durch seine Torgefahr, doch er spielt generell im Konstrukt von Trainer Florian Kohfeldt eine zentrale Rolle. "Max Kruse ist der Unterschiedsspieler. Das Bremer-Spiel hat mit oder ohne ihn nichts miteinander zu tun. Durch ihn werden die anderen Spieler besser.", lobte etwa Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, seinen ehemaligen Schützling im Februar.

FC Augsburg v SV Werder Bremen - Bundesliga

    Mit insgesamt acht Toren und acht Vorlagen ist Max Kruse der torgefährlichste                                                                    Bremer Angreifer

Es erscheint daher wenig wunderlich, dass die Verantwortlichen des SVW alles daran setzen wollen, den 14-fachen Nationalspieler über 2019 hinaus an den Verein zu binden. Der Spieler selbst lege den Fokus jedoch zunächst auf den Saison-Endspurt: "​
Ich fühle mich sehr wohl in Bremen. Aber jetzt möchte ich mich erst einmal auf die restlichen Spiele konzentrieren", sagte Kruse, der nur positive Worte für seinen Trainer übrig hatte, in einem Interview mit der ​Welt.


"Er hat seine eigene Philosophie, wie jeder andere Trainer auch. Es ist seine erste Station im Profibereich – und dafür macht er es echt gut. Er hat uns nicht einfach einen Plan vorgebeben und gesagt, dass wir das jetzt so und so machen müssen. Er wollte, dass wir von seiner Idee überzeugt sind. Er hat uns auf seinem Weg mitgenommen. Unsere Spiele zeigen, dass da ein Plan existiert", lobte er den 35-jährigen Trainer-Neuling im Anschluss. 

​​Kohfeldt habe ihn "von Anfang an sehr gut unterstützt und mir auf dem Platz viele Freiheiten gelassen. Er hat mir vertraut – und ich glaube, ich habe mit guten Leistungen zurückgezahlt", so Kruse, der sich in Bremen "sehr wohl" fühle - auch aufgrund seiner Rolle innerhalb der Mannschaft. "Er hat mir quasi den Stempel Führungsfigur verpasst und mich zum zweiten Kapitän gemacht. Ich bin gern jemand, der vorangeht und hilft." 


Daher machte er keinen Hehl daraus, dass auch Kohfeldts Zukunft in seinen Plänen von Bedeutung sei: "Defintiv. Jeder weiß, wie wir als Mannschaft den Trainer sehen, was er aus der Mannschaft herausholt. Wenn es so weit ist, spielt das sicherlich auch eine Rolle."