Ein halbes Jahr war Ignacio Camacho von der Bildfläche verschwunden. Inzwischen ist der Spanier, der im vorigen Sommer als Führungsspieler zum VfL Wolfsburg wechselte, wieder zurück auf dem Rasen. Der Kapitän genießt vollstes Vertrauen von Trainer Bruno Labbadia – und umgekehrt.


Es war das Comeback, ​auf das der VfL Wolfsburg so lange warten musste: Am vergangenen Spieltag stand Ignacio Camacho nach einem halben Jahr Verletzungspause (Operation am Knöchel) wieder auf dem Bundesliga-Rasen. Im Spiel bei Hertha BSC (0:0) hielt der Kapitän über die volle Distanz durch.


"Ja, ich bin sehr froh und glücklich, hier in Wolfsburg zu sein. Gleichzeitig aber natürlich auch sehr traurig, dass sich Málaga in dieser Situation befindet“, so Camacho zur Sport Bild. Sein Ex-Klub steht am Tabellenende von La Liga. Doch auch in Wolfsburg ist die Gemütslage düster. Lediglich das bessere Torverhältnis gegenüber Mainz 05 trennt die Wölfe vom Relegationsplatz.

Hertha BSC v VFL Wolfsburg - Bundesliga

Ignacio Camacho (l.) fehlte den Wölfen lange


Die Saison sei bisher alles andere als gut verlaufen, weiß Camacho. Vier Sieg aus 28 Spielen - "das ist einfach zu wenig“, moniert er. "Wir können mehr, als wir bislang gezeigt haben. Jetzt stehen noch sechs Spiele aus, davon müssen wir so viele wie möglich gewinnen, um den Klassenerhalt schon vor dem letzten Spieltag zu sichern.“ Vertrauen genießt auch Bruno Labbadia, der Wolfsburg als Feuerwehrmann vor dem Abstieg retten soll.


Captain Camacho: "Wir vertrauen ihm zu 100 Prozent.“ Labbadia spreche viel mit den Spielern und arbeite jeden Tag sehr intensiv mit der Mannschaft. Jeder Trainer habe seine eigene Philosophie und seinen eigenen Ansatz, weiß Camacho, der seine Kollegen in die Pflicht nimmt: „Es liegt an uns, als Mannschaft die Taktik auf dem Feld umzusetzen."