Dass ein Trainerwechsel Wunder bewirken kann, wurde schon oft bewiesen - Favre, Funkel oder Frontzeck fallen einem als Erstes ein. Ob Christian Titz, seit zwei Spieltagen neuer Trainer des Bundesliga-Dinos, die noch längere Reihe fortsetzen kann, muss nach seinen Aussagen in der Hamburger Morgenpost zumindest angezweifelt werden. 


"Die Hoffnung ist nach wie vor vorhanden und sie ist nicht gering. Als ich die Aufgabe angenommen habe, war klar, dass es nicht unbedingt mit den ersten beiden Spielen funktionieren kann“, wird Titz in der MoPo zitiert. Dass der neue HSV-Trainer der Mannschaft wieder Leben "eingeimpft" hat, war aber schon in den ersten zwei Spielen unter seiner Führung zu sehen. 


Gegen Hertha spielte der HSV eine starke erste Halbzeit, gegen den VfB Stuttgart hätte man mit dem nötigen Glück wohl drei Punkte mit in die Hansestadt nehmen können. Und trotz dieser eigentlich positiven Entwicklung in den letzten Wochen ist es dann eher die zweite Halbzeit gegen die Hertha und vor allem die Szenen nach dem Spiel, die den Zuschauer nachdenklich stimmen - unter anderem ein tobender Kyriakos Papadopoulus, der öffentlich Trainer und Vorstand kritisierte.

Hamburger SV v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

All diese Nebengeräusche lassen es für einen Außenstehenden doch sehr unwahrscheinlich werden, dass der HSV wirklich noch einmal die Kurve kriegen kann. Auch die Aussagen im Sportclub Interview von Trainer Titz, werden die HSV-Anhänger wohl nicht unbedingt positiv stimmen: "Aber wenn du über einen längeren Zeitraum nicht gewinnst, ist es ganz normal, dass es Unzufriedenheiten in der Kabine gibt. Mit der Zeit bilden sich auch Gruppen", so Titz. Durch Teambuilding-Maßnahmen soll dieses Problem jetzt angegangen werden, um als Einheit in die nächsten schweren Spiele zu gehen. 


Die Zeit, um die Trainer Christian Titz geworben hat, rennt dem Hamburger SV davon. Die Mannschaft muss sich schnell wieder als Einheit präsentieren, damit das ohnehin schon schwere Ziel Klassenerhalt noch realisiert werden kann.