​Dem ​SV Werder Bremen gelang am vergangenen Wochenende mit dem ​2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt ein echter Achtungserfolg. Zwar ist rein rechnerisch noch immer der Abstieg möglich, der größten Sorgen haben sich die Hanseaten aber wohl für diese Saison entledigt. Die ersten kühnen Anhänger träumen sogar schon wieder von Europa, die Verantwortlichen des Nordklubs mahnen und warnen jedoch.


Aktuell liegen die Bremer nach 28 Spieltagen mit 36 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt bereits zehn Punkte und auch der Trend spricht klar für das Team von Trainer Florian Kohfeldt. Aus den letzten fünf Spielen ging das Team vier Mal als Sieger vom Platz. In der Rückrundentabelle liegen die Bremer auf einem bockstarken dritten Rang. Zwar sind die Norddeutschen nicht für ihr überschäumendes Temperament bekannt, dennoch wird das Umfeld der Hanseaten immer euphorischer. 

Die Verantwortlichen drücken aber weiterhin auf die Euphoriebremse. Und das völlig zurecht. Man erinnere sich nur an die vergangene Saison als dem Team auch unter Ex-Trainer Alexander Nouri eine stolze Siegesserie gelang, die nach einem Spannungsabfall jäh endete und auch den Start in die aktuelle Saison negativ beeinflusste.


So unterstrichen nach dem Sieg gegen die Frankfurter sowohl Trainer, als auch Spieler, dass der Klassenerhalt noch immer oberste Priorität habe. Mittelfeldspieler Thomas Delaney versucht mit seinem Team nicht den Fokus zu verlieren. "Über dieses Thema rede ich eigentlich nicht so gerne. Es ist schön zu sehen, dass wir auch Top-Gegner wie Frankfurt schlagen. Aber wir sollten uns jetzt nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir sollten nicht über Europa reden, anders als letzte Saison", so der 26-Jährige in einem Interview mit dem kicker

Vielmehr sei es laut dem Dänen wichtig von Spiel zu Spiel zu denken: "Das ist für uns nicht so wichtig, wo wir in der Tabelle stehen. Ob wir über Relegation sprechen oder über die Ligaspitze - wir wollen jedes Spiel gewinnen. Diese Mentalität ist für uns entscheidend. Wir schauen nicht auf die Tabelle."


Auch Trainer Florian Kohfeldt versuchte nach der Partie laut der Münsterschen Zeitung alles um seine Mannschaft auf dem Boden der Tatsachen zu halten. Der direkte Abstieg sei nunmehr "sehr unwahrscheinlich". Dennoch wolle er sich auf keinerlei "tabellarischen Spielchen" einlassen und betonte seine Mannschaft sei noch keine Spitzenmannschaft.