​Im Kampf um den Champions-League-Einzug erlitt der FC Chelsea beim heutigen Derby gegen Tottenham Hotspur einen schweren Rückschlag, der wohl die Chancen auf eine Teilnahme an der Königsklasse in der kommenden Saison vernichtet hat.


Chelsea musste verletzungsbedingt auf Thibaut Courtois verzichten, bei den 'Spurs' schaffte es der seit einigen Wochen verletzte Harry Kane zumindest überraschend auf die Bank. Toby Alderweireld wurde nicht mal nominiert. 


Einen guten Start erwischten aber ausgerechnet die Gastgeber. Tottenham-Keeper Hugo Lloris kam bei einer Flanke von Victor Moses ganz schwach heraus, wodurch Alvaro Morata ins leere Tor zum 1:0 einköpfen konnte. Ein ganz wichtiger Treffer für den spanischen Stürmer, der eine lange Durstrecke in dieser Hinsicht beendete.

Chelsea v Tottenham Hotspur - Premier League

Dele Alli war mit seinem Doppelpack der Matchwinner der Partie


In der Endphase der ersten Halbzeit wurde es nochmal wild. Eine hochkarätige Chance folgte auf die andere, und in der 45. Minute erzielte Tottenhams Spielmacher Christian Eriksen den sehenswerten Ausgleich. Aus 25 Metern Entfernung nahm sich der Däne einfach mal ein Herz und bugsierte den langen Ball über den Kopf von Chelsea-Keeper Willy Caballero.


Die Sensation folgte binnen vier Minuten etwa eine Viertelstunde nach Beginn der zweiten Hälfte. Dele Alli übernahm die Knipser-Rolle von Harry Kane und bekam einen exzellenten langen Ball von Eric Dier, den der Engländer mustergültig kontrollieren und mit einer Berührung im gegnerischen Tor zum 2:1 unterbringen konnte. Wenig später kam Alli in einem Durcheinander im Strafraum zum erfolgreichen Abschluss aus kurzer Distanz. 

Chelsea v Tottenham Hotspur - Premier League

Harry Kane saß überraschend auf der Bank und durfte auch als Einwechselspieler sein Comeback geben 


Es ist die erste Heimniederlage in der Geschichte des FC Chelsea gegen Tottenham. Der Abstand zwischen den beiden Teams beträgt nun acht Punkte. Als Fünfplatzierter müssen die 'Blues' sich wohl nun mit der nächstjährigen Europa-League-Teilnahme begnügen - und dass Antonio Conte den Meisterklub der vergangenen Saison auch in der nächsten Spielzeit leiten wird, darf sogar noch mehr als in den vergangenen Monaten bezweifelt werden.