Die besten Freunde werden José Mourinho und Paul Pogba in diesem Leben wohl nicht mehr. ​Erst vor Wochen hatte sich Mourinho fast schon desinteressiert bezüglich dem Verletzungsstand seines Mittelfeld-Stars gezeigt, nun äußerte sich 'The Special One' erneut kritisch über den 25-Jährigen.


Unter Mourinho gehört der französische Nationalspieler schon lange nicht mehr zum unangefochtenen Stammpersonal. In den letzten elf Spielen stand der ehemalige Juventus-Star lediglich viermal in der Startelf – zu wenig für die hohen Ansprüche Pogbas, der erst vor einigen Tagen beim Länderspiel der Franzosen in Russland wieder seine Klasse aufblitzen ließ.

Gegenüber dem Telegraph erklärte Mourinho nun, dass Pogba für seine zuletzt schwachen Leistungen selbst verantwortlich sei – und ihm als Trainer die Hände gebunden seien. „Ich arbeite weiter. Das ist alles, was ich machen kann“, erläuterte der Portugiese auf die Frage, inwiefern er Pogba helfen könne. Und auch genaue Gründe für Pogbas schwache Form konnte oder wollte Mourinho nicht benennen: „Fragen Sie ihn selbst. Fragen Sie ihn, wenn sie wissen wollen, was er darüber denkt.“ Pogbas Oberschenkelprobleme, die ihn Mitte der Hinserie knapp zwei Monate ausfallen ließen, seien indes keine Antwort auf die Form-Frage: „Seine Form hat nichts mit der damaligen Verletzung zu tun.“

Neben Pogba ist auch Linksverteidiger Luke Shaw mehr oder minder in Ungnade gefallen. Auch dem 22-Jährigen wird ein durchaus belastetes Verhältnis zu Mourinho nachgesagt, weshalb noch unklar scheint, ob Shaw auch in der kommenden Saison im Old Trafford auflaufen wird. Mourinho hierzu: „Ich denke schon, aber die Tür ist für jeden offen.“ Seit Januar stand Shaw in nur einer Premier-League-Begegnung von Beginn an auf dem Rasen.

Und auch für eine generelle Ansage war der 55-Jährige noch zu haben. „Ich bin der Trainer. Wenn ich einen Spieler nach fünf Minuten auswechseln will, dann mache ich das. In dem Moment, in dem eine neue Regel greift, die mir das verbietet, bin ich nicht länger Trainer“, erklärte Mourinho gewohnt drastisch.