​Nach mehreren Undiszipliniertheiten und Meinungsverschiedenheiten scheinen der Hamburger SV und Mittelfeldspieler Walace in Zukunft getrennte Wege zu gehen. Zumindest verzichtet ​Trainer Christian Titz bis zum Saisonende auf die Dienste des Brasilianers. Dies gab der 46-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel beim VfB Stuttgart bekannt.


Der 22-jährige zentrale Mittelfeldspieler war bereits unter Ex-Coach Markus Gisdol in Ungnade gefallen, da er seinen Winterurlaub eigenmächtig verlängert hatte und zu spät zum Trainingslager anreiste. Gisdol-Nachfolger Bernd Hollerbach hatte den Südamerikaner danach zwar zwischenzeitlich begnadigt, unter Titz zeigte sich der zweifache brasilianische Nationalspieler zuletzt aber wieder von seiner schlechtesten Seite.


Im Vorfeld der ersten Partie unter dem neuen Cheftrainer, hatte sich der eigenwillige Profi geweigert auf der ungeliebten Innenverteidigerposition zu spielen und wurde daraufhin aus dem Profi-Kader gestrichen und in die U21 verbannt. Doch auch bei einer Trainingseinheit bei den Amateuren glänzte der Rechtsfuß bei einer Trainingseinheit durch Abwesenheit und vergnügte sich lieber bei einem spontanen Kurztrip nach Mailand.


Spätestens damit hat sich Walace endgültig ins Abseits gedribbelt. Auf der heutigen Pressekonferenz bestätigte Titz, dass es für den Skandalprofi zumindest in dieser Saison unter seiner Leitung keine Rückkehr zu den Profis geben wird. "Grundsätzlich ist es so, dass für ​keinen Spieler endgültig die Tür zu ist. Abgesehen von Walace, der sich leider zu viel geleistet hat. Über ihn mache ich mir keine Gedanken", so der deutsche Fußballlehrer.

Der Defensivspieler, der vor der Saison mit viel Vorschusslorbeeren und für eine stattliche Ablösesumme von 9,2 Millionen Euro von Gremio Porto Alegre an die Elbe wechselte, hat eigentlich noch bis zum Sommer 2021 einen gültigen Vertrag bei den Hamburgern. Angesichts der verhärteten Fronten, kann man sich mittlerweile aber kaum einen Verbleib des 1,88-Meter-Schlaks über die Saison hinaus vorstellen.