Mit Kolumbien gehört Bayern-Spielmacher James Rodriguez zu den Geheim-Favoriten bei der anstehenden WM. Das liegt auch daran, dass der 26-Jährige beim Rekordmeister zu alter Stärke zurückgefunden hat. James fühlt sich wohl in München - das Interesse aus der Premier League blockt er ab.


Bei der WM im Sommer gehört Bayern-Star James Rodriguez mit seiner kolumbianischen Nationalmannschaft zum erweiterten Favoritenkreis. Das untermauerten die Cafeteros​ mit einem 3:2-Sieg gegen Frankreich nach 0:2-Rückstand im jüngsten Test im Stade de France.


James ist weiterhin die zentrale Figur im Team der Kolumbianer - und wie schon vor dem Turnier in Brasilien in Top-Form, als der 26-Jährige mit sechs Treffern vor seinem jetzigen Vereinskollegen Thomas Müller Torschützenkönig wurde. Der Grund ist ganz einfach, wie James nach dem 0:0 gegen Australien in London erklärte: "Damals habe ich in Frankreich [AS Moncaco, Anm. d. Red.] gespielt, jetzt spiele ich bei den Bayern immer und ich denke, das ist gut um bei der WM in einem guten Rhythmus zu sein".


Das konnte er lange Zeit nicht sein. Nach dem Durchbruch in Brasilien folgte der Wechsel für 75 Millionen Euro zu Real Madrid. Bei den Königlichen konnte der Spielmacher die Erwartungen allerdings nur selten erfüllen und blieb hinter Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Isco und Co. Dauerreservist. "Die weniger guten Momente bei Real Madrid haben mir geholfen zu wachsen", versichert er dem britischen Boulevard-Blatt Sun. "Mit der Zeit lernt man ruhiger zu werden", so James.

James will weiter für die Bayern spielen


Das hat er seit seiner Leihe zum FC Bayern geschafft. Spätestens seit Jupp Heynckes das Ruder beim Rekordmeister in der Hand hat, blüht James auf. Und das, obwohl viele nach der Entlassung seines Mentors Carlo Ancelotti befürchtet hatten, dem Kolumbianer droht das gleiche Schicksal wie zuvor in Madrid.


27 Pflichtspieleinsätze, vier Tore und sieben Vorlagen später hat der 26-Jährige durch gute Leistungen die Zweifler eines besseren belehrt. ​Die Bayern könnten gewillt sein das Leih-Geschäft bis 2019 für festgeschriebene 42 Millionen Euro in eine feste Verpflichtung umzuwandeln. 13 Millionen Euro hat der Rekordmeister bereits an Madrid überwiesen, 29 Millionen müsste man also noch draufpacken. Das wird wohl passieren, zumal James bei einem guten WM-Auftritt seinen Marktwert noch einmal steigern könnte. Der liegt laut transfermarkt.de aktuell bei 50 Millionen Euro.


Keine schwere Rechnung also um zu sehen, dass die Bayern mit James einen guten Deal gemacht haben. Der wurde zuvor schon von den Premier-League-Größen Manchester United, Chelsea und Liverpool umworben. Die müssten nun deutlich mehr auf den Tisch legen als der Bundesliga-Krösus. 

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Nummer zehn und Spielmacher: James Rodriguez ist der Star im kolumbianischen Nationalteam.


Einen Wechsel nach England zieht James aber ohnehin nicht in Betracht. "Ich fühle mich wohl bei den Bayern", bekräftigte er am Dienstagabend in London. In der jüngsten Vergangenheit hatte sich James bei allen Interviews so geäußert. Der Kolumbianer weiß: Bei den Bayern ist er aktuell gefragt und kann sich als Stammspieler optimal auf die Weltmeisterschaft vorbereiten. ​Der Kolumbianer scheint in München glücklich zu sein - James und der FCB: eine Win-Win-Situation.