Als größten Erfolg in der Karriere David Odonkors ist der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land zu werten. Kurz nach dem Fußball-Großereignis wäre es fast zum großen Transfer gekommen: ein Wechsel zum FC Bayern scheiterte jedoch.


David Odonkor wäre zu seiner aktiven Fußballerzeit beinahe beim FC Bayern gelandet. „Uli (Hoeneß; Anm. d. Red.) wollte mich, (Felix) Magath aber nicht“, erzählt der ehemalige deutsche Nationalspieler gegenüber der Bild. Hoeneß fungierte damals als Manager, Magath nahm hingegen auf der Trainerbank des deutschen Rekordmeisters Platz.


Aufgrund anhaltender Knieprobleme ​beendete Odonkor 2013 im Alter von 29 seine aktive Laufbahn. Statt zu den Bayern wechselte er im Sommer 2011 für 6,5 Millionen Euro zu Betis Sevilla, wo er gleichzeitig auch seine schönste Zeit im Profifußball erlebte.

Real Betis v Real Madrid

Spielte einst für Betis Sevilla: David Odonkor


„Das war mein bester Vertrag. Ich habe in Spanien gegen Ronaldinho und Beckham gespielt“, so Odonkor. „Das war schon geil.“ In fünf Jahren bestritt der ehemalige Flügelstürmer nur 52 Pflichtspiele für die Andalusier. 2006 wurde Odonkor von Bundestrainer Jürgen Klinsmann völlig überraschend zur WM im eigenen Land nominiert.


Solche Überraschungen hält er vor der anstehenden Nominierung für die WM in Russland für ausgeschlossen. „So etwas wird es nie wieder geben. Es gibt den Spielertypen Odonkor einfach nicht mehr. Früher musste man auch eine Saison lang gut spielen. Heute wird man ja viel schneller nominiert“, erklärt der heute 34-Jährige, der seit vorigen Sommer als Trainer des Hannoveraner Landesligisten Bad Pyrmont tätigt ist.