Der SC Freiburg hat auf die Spekulationen um ein angebliches 35-Millionen-Euro-Angebot des FC Arsenal an Caglar Söyüncü reagiert. SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach gab sich unwissend. Ein Verkauf des türkischen Abwehr-Juwels stehe ohnehin nicht zur Debatte.


Wirbel im beschaulichen Breisgau: ​Der FC Arsenal soll laut dem britischen Boulevard-Blatt Daily Mail bereit sein, rund 35 Millionen Euro für Freiburgs Abwehr-Talent Caglar Söyüncü zu zahlen. Demnach habe Sven Mislintat, Leiter der Scouting-Abteilung der Gunners und früherer BVB-Chefscout, den Innenverteidiger des Sportclubs als potenziellen Kandidaten ausgemacht.


Bei den zuletzt strauchelnden Londonern, die zum zweiten Mal in Folge drohen die Champions League zu verpassen, soll der 21-Jährige die Nachfolge von Per Mertesacker antreten. Der Weltmeister beendet im Sommer seine Karriere. Mit Laurent Koscielny steht ein weiterer Innenverteidiger im Arsenal-Kader, der mit 32 Jahren als Routinier durchgeht.


Söyüncü Spielweise könnte bestens für die Premier League geeignet sein. Der 13-fache türkische Nationalspieler ist zweikampfstark, besitzt eine enorme Power und ist auch im Aufbauspiel versiert. In der laufenden Saison hat er sich als Stammspieler in Freiburg etabliert und auch seine Fehlerquote minimieren können.


Freiburg-Sportdirektor weiß nichts von einem Angebot


Schon seit seinem Wechsel im Sommer 2016 gilt er als großes Talent und stand schon häufiger im Fokus europäischer Topklubs. Der AS Rom hat ihn ebenfalls seit geraumer Zeit auf dem Zettel. AS-Sportdirektor Monchi hatte ihn jüngst einen "wichtigen Spieler" genannt, dessen Talent die Roma bereits erkannt habe. 


Dementsprechend gelassen geht man im Breisgau mit den Gerüchten von der Insel um: "Bei uns ist keine Anfrage von Arsenal eingegangen", sagte Sportdirektor Klemens Hartenbach am Donnerstag der Badischen Zeitung. "Bei uns herrscht Einverständnis darüber, dass Caglar auch in der kommenden Spielzeit für uns auflaufen soll", so Hartenbach weiter.

Angesichts des bis 2021 laufenden Vertrages kann man in Freiburg Abwerbungsversuche beruhigt abblocken. Entwickelt sich Söyüncü so weiter, dürfte es auch in den kommenden Jahren an lukrativen Angeboten nicht mangeln. Freiburg bezahlte vor knapp zwei Jahren schlappe 2,65 Millionen Euro an den türkischen Zweitligisten Altinordu für das bis dato weitgehend unbekannte Talent. Bei einem Weiterverkauf stehen Altinordu 25 Prozent der Ablöse zu.