Am Samstag empfängt 1899 Hoffenheim den 1. FC Köln. Ermin Bicakcic muss dann wohl zuschauen. Der Innenverteidiger kehrte angeschlagen von der Länderspielreise mit dem bosnischen Nationalteam zurück. Verzichten gegen einer der "besten Vorletzten Europas" muss TSG-Coach Julian Nagelsmann auch weiterhin auf Kerem Demirbay und Stefan Posch.


1899 Hoffenheim will den positiven Trend der vergangenen Wochen auch nach der Länderspielpause fortsetzten und in der Tabelle weiter an das obere Drittel heranrücken. Zwei Siege und das spektakuläre 3:3-Remis in Gladbach gab es zuletzt, am Samstag empfängt die TSG den Tabellenvorletzten aus Köln (15.30 Uhr).


TSG-Coach Julian Nagelsmann zollte den Kölnern auf der Pressekonferenz am Donnerstag mächtig Respekt. Mit einem überzeugenden Sieg im Rheinderby gegen Leverkusen konnten die Geißböcke vor der internationalen Pause zum ersten Mal seit dem dritten Spieltag die rote Laterne abgeben. "Ich schätze Köln sehr stark ein. Gegen Leverkusen hatten sie einen sehr guten Tag und haben sich in letzter Zeit gut entwickelt. Sie sind wahrscheinlich einer der besten Vorletzten, die es in Europa gibt", lobte Nagelsmann den kommenden Gegner.

Personell kann der 30-Jährige gegen den FC auf fast alle Profis zurückgreifen, die mit ihren Nationalteams unterwegs waren. Nagelsmann ging davon aus, "dass alle gesund sind". Bis auf Ermin Bicakcic. Der bosnische Nationalspieler hat sich in seinem 22. Länderspiel beim 0:0 im Test gegen den Senegal verletzt. "Bei Ermin Bicakcic ist der Einsatz am Wochenende fraglich. Er ist mit einer Adduktorenzerrung von der Länderspielreise zurückgekehrt", erklärte Nagelsmann.

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Ermin Bicakcic (r., hier im Duell mit Liverpool-Star Sadio Mané) musste im Test mit Bosnien gegen Senegal nach 83. Minuten angeschlagen vom Platz.


Stammkeeper Oliver Baumann wird am Samstag dagegen wie gewohnt zwischen den Pfosten stehen. "​Nach seinen muskulären Problemen hat Oliver Baumann gestern auch wieder voll mittrainiert", verriet der TSG-Coach. Der 27-jährige Schlussmann hat in dieser Saison noch keine Bundesliga-Minute verpasst.


Das kann Confed-Cup-Sieger Kerem Demirbay nicht von sich behaupten. Der 24-Jährige hat wegen eines Muskelfaserisses, einer weiteren Oberschenkelverletzung und einem Außenbandriss im Sprunggelenk bereits elf Bundesligaspiele verpasst. Gegen den FC wird er das Dutzend voll machen: "Bei Kerem Demirbay kommt das Köln-Spiel noch zu früh. Er hat diese Woche eine Einheit mit der Mannschaft bestritten. Er wird für das Heimspiel am Samstag noch keine Rolle spielen, ebenso wie Stefan Posch, der jetzt seit einer Woche wieder dabei ist", so Nagelsmann. Der 20 Jahre alte Österreicher fehlt den Kraichgauern wegen einer Schmabeinreizung seit Februar.