​Zuletzt wurde der Mannschaft vom FC Schalke 04 mangelnde spielerische Klasse vorgeworfen. Auch ​Domenico Tedesco ist die harmlose Spielweise seines Teams aufgefallen. Auf der Pressekonferenz der Schalker vor dem Heimspiel am Samstag gegen den SC Freiburg erklärte der Chefrainer der 'Knappen', wo sich seine Spieler noch verbessern müssen. Zudem war der Deutsch-Italiener voll des Lobes für die Arbeit seines Trainerkollegen Christian Streich.


Rein punktetechnisch reiten die 'Königsblauen' derzeit auf einer großen Erfolgswelle, schließlich konnte man die letzten fünf Spiele allesamt gewinnen und steht in der Tabelle noch immer vor dem großen Erzrivalen Borussia Dortmund. Dennoch muss man konstatieren, dass die Schalker in ihrem Offensivspiel noch deutlich Luft nach oben haben.

Auf der Pressekonferenz gab auch Trainer Domenico Tedesco unumwunden zu, dass man bei dem knappen 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg am 27. Spieltag nicht optimal agierte. "Ich glaube, dass wir in Wolfsburg zu viele Ballverluste hatten. Wenn wir mal höher pressen und dann aber geduldiger spielen möchten, müssen wir ruhiger bleiben", so der 32-Jährige. 


So dramatisch, wie es einige Kritker einschätzten, sieht der Fußballlehrer die Lage jedoch nicht. Vielmehr sei es ein Prozess und es wäre ja "auch nicht gut, wenn wir jetzt keine Aufgaben hätten". Schließlich habe man zuletzt bewiesen, dass man "läuferisch und kämpferisch zuletzt gut dagegen halten" kann. Verbesserungspotenzial sieht der Trainer bei seiner Mannschaft darin, aus dem vielen Ballbesitz auch Gefahr zu entwickeln. "Das müssen wir besser machen", so Tedesco.

Am Wochenende erwartet er einen starken Sportclub als Gegner, der über viele Qualitäten verfügt: "Sie laufen immer viel, das ist typisch für den SC, der sehr gut verschiebt und lange mit kurzen Bällen sehr gut mischt. Mit Mentalität ist das immer unangenehm." Ein Extra-Lob sprach er seinem Trainerkollegen Christian Streich aus, der ein "brutales Feuer" habe, wenn er über Fußball spricht. "Er ist ein super Trainer. Ich konnte ihn schon zwei-, dreimal treffen. Er lässt variabel spielen und entwickelt viele junge Spieler sehr gut", so der junge Trainer des Zweitplatzierten.