​Zwischen 2006 und 2009 stand Diego Ribas Da Cunha insgesamt 84-mal für Werder Bremen auf dem Platz. In einem Interview sprach der ehemalige Spielmacher über seinen Ex-Klub und die stagnierende Entwicklung der Grün-Weißen.


"Ich habe vielleicht meine beste Phase als Profi in Deutschland gehabt", betonte der Brasilianer in einem Interview mit dem Sportbuzzer. "Und die Deutschen haben das immer anerkannt. Sie waren sehr nett zu mir. Deutschland ist ein Land, das ich in meinem Herzen habe und an das ich mich immer erinnern werde." Der kleine Dribbler stand nicht nur für Werder Bremen, sondern auch 103-mal für den VfL Wolfsburg auf dem Platz.

Seinen Durchbruch aber schaffte er im Bremer Weserstadion, was dazu führte, dass der 33-Jährige immer noch eine enge Bindung zu dem Klub verspürt: "Hier in Brasilien übertragen zwei Kanäle die Bundesliga. Ich bin immer noch Fan. Als ich bei Fenerbahce war, habe ich die Werder-Spieler mal in Antalya im Hotel getroffen. Ich hoffe immer, dass sie gewinnen."


Doch die Zeiten haben sich geändert. Während Werder zu Diegos Zeit noch um die Meisterschaft kämpfte, steht nun der Abstiegskampf auf dem Tagesprogramm. Eine Entwicklung, die der Mittelfeldregisseur bedauert: "Gegen den Abstieg zu kämpfen, passt nicht zu Werder Bremen. Wegen der Größe des Klubs, der Leidenschaft der Fans und wegen all dem, was ich dort erlebt habe. Wenn das mal hin und wieder passiert, okay - aber jedes Jahr? Werders Entwicklung macht mich traurig. Das Wichtigste ist, dass sie den Klub in der ersten Liga halten, dort wo er hingehört."


Aktuell scheinen die Werderaner das Abstiegsgespenst ein wenig vertrieben zu haben. Das Team von Florian Kohfeldt hat sich immerhin einen Vorsprung von acht Punkten auf den Relegationsplatz erspielt. In Zeiten von Diego verkehrte man ain gänzlich anderen Sphären.