Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München ist weiterhin auf der Suche nach einem Nachfolger für den im Sommer in den Ruhestand zurücktretenden Erfolgscoach Jupp Heynckes. Nachdem die Münchner zuletzt betonten, in jedem Fall einen deutschsprachigen Trainer verpflichten zu wollen, könnte nun offenbar ein Umdenken an der Säbener Straße stattfinden. 


Nach Informationen der SPORT BILD sollen die Verantwortlichen der Bayern sich aktuell intern hinterfragen, ob es denn zwingend ein deutschsprachiger Trainer sein muss, der ab der kommenden Saison die Geschicke beim Deutschen Meister übernimmt. Demnach könnte man nach der angeblichen Zusage von Wunschkandidat Thomas Tuchel an den FC Arsenal womöglich davon abrücken. 

FC Bayern Campus Opening Ceremony

Auf Trainersuche: FCB-Präsident Uli Hoeneß (l.) und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge 



Neben Tuchel galten mit SGE-Coach Niko Kovac und Ralph Hasenhüttl von Vizemeister RB Leipzig zuletzt zwei weitere deutschsprachige Trainer als mögliche Kandidaten auf den Trainerposten, auch über den Freiburger Christian Streich soll nachgedacht worden sein. Sollte es tatsächlich zu einem Umdenken kommen, könnte auch ein ausländischer Trainer die Geschicke an der Säbener Straße übernehmen. FCB-Star Thomas Müller hatte bei Sky ohnehin unlängst erklärt, dass ein neuer Chef nicht unbedingt deutsch sprechen müsse. "Ob man sich mit Händen und Füßen oder auf welchen Sprachen auch immer unterhält, die Kommunikation mit der Mannschaft muss einfach funktionieren. Und das ist sicher auch auf vielen Wegen möglich." 


Als mögliche internationale Kandidaten gelten der Argentinier Mauricio Pochettino von  Tottenham Hotspur, sowie der Italiener Antonio Conte vom Premier-League-Konkurrenten und Stadtrivalen FC Chelsea. Eine Entscheidung wird aller Voraussicht nach in den kommenden drei Monaten fallen. Eins ist sicher: Erfolgscoach Jupp Heynckes wird diesmal endgültig in den Ruhestand gehen und nicht wieder zurückkehren.