Gareth Southgate warnt Dele Alli, auf und neben dem Platz mehr Reife zu zeigen, um sich einen Platz in Englands Startelf für die Weltmeisterschaft in Russland zu verdienen. Wie The Times berichtet, sprach der englische Nationaltrainer nach dem Training am Montag mit dem Mittelfeldspieler von Tottenham Hotspur, um ihm seine kritische Lage in der Nationalmannschaft bewusst zu machen.


Dass ein Stammplatz im Verein nicht vor der Bank in der Nationalmannschaft schützt, muss auch das Ausnahmetalent Dele Alli am eigenen Leibe erfahren. So sicher es für den Youngster bei den Spurs auch läuft, so offen hagelte nun die Kritik von Englands Nationalcoach Gareth Southgate auf den jungen Mittelfeldspieler ein.


Alli kam in den beiden Test-Länderspielen lediglich 22 Minuten aufgrund von Fitnessrückständen zum Einsatz und musste vor allem gegen Italien mit anschauen, wie beeindruckend Manchester Citys Raheem Sterling die Position im zentralen Mittelfeld interpretierte. "Wir wollten Raheem wieder in dieser Position sehen und er war in den beiden Spielen exzellent“, lobte Southgate den quirligen Flügelflitzer.

Zudem monierte der Coach der „Three Lions“, dass der 21-Jährige seinen Platz in Englands Nationalmannschafts-Kader als nicht selbstverständlich sehen solle, da er weder in der Premier League noch international herausragende Akzente setzen konnte.


Alli gibt auf der Bank den Clown


Darüber hinaus kritisierte der ehemalige englische Nationalspieler das unreife Verhalten des Technikers ebenso außerhalb des Spielfeldes. Während des 1:0-Testspielerfolgs gegen Holland, schien der Mann von den Spurs mehr mit seinen Banknachbarn zu flachsen, als sich auf die Partie gegen „Oranje“ zu konzentrieren.


Alli scheint zwar sicher in Southgates Kader für Russland nominiert zu sein, aber nachdem er in den letzten zwei Jahren als definitiver Stammspieler gehandelt wurde, steht er jetzt vor einem Kampf um die erste Elf, insbesondere angesichts der positiven Leistungen von Jesse Lingard, Raheem Sterling und Alex Oxlade-Chamberlain gegen Holland und Italien. Nun liegt es an ihm, ob er bei der kommenden Weltmeisterschaft die Rolle des Protagonisten oder der Alternative ausfüllten möchte.