​Über Wochen und Monate galt Carlos Salcedo als unverzichtbares Puzzlestück des starken Frankfurter Gebildes. Und so trägt auch der Mexikaner einen entscheidenden Anteil am derzeitigen vierten Tabellenrang der Eintracht, wenngleich er in den letzten Wochen nicht mehr unangefochten zur Startelf von Trainer Niko Kovac zählte. Im weiteren Saisonverlauf indes wird Salcedo nicht mehr helfen können.


Der 24-Jährige hatte sich beim Länderspiel seiner Nation gegen Kroatien das Schlüsselbein gebrochen – und wurde inzwischen laut mexikanischem Verband erfolgreich operiert. Die erste Phase der mehrwöchigen Reha wird Salcedo in Mexiko absolvieren, danach kehrt der Verteidiger nach Frankfurt zurück. Das Saisonaus Salcedos dürfte dennoch besiegelt sein.



Für Salcedo schließt sich auf äußerst unglückliche Art und Weise ein Kreis. Bereits zu Saisonbeginn verpasste er aufgrund einer Schultereckgelenkssperrung, die er sich im Laufe des Confed Cups zugezogen hatte, einige Spiele.


Auf die Verlängerung seines Engagements in Frankfurt dürfte die Verletzung allerdings wohl kaum Einfluss nehmen. Aktuell ist Salcedo lediglich vom mexikanischen Vertreter Guadalajara ausgeliehen, die vereinbarte Kaufoption liegt bei rund 2,5 Millionen Euro. Zwar erklärte Niko Kovac erst vor einigen Wochen gegenüber Bild, dass „die Entscheidung noch nicht gefallen“ sei, doch man grundsätzlich „die Idee hat, ihn zu behalten“. Angesichts des immer aggressiver werdenden Transfermarkts nicht die schlechteste Idee, zumal 2,5 Millionen Euro unter Berücksichtigung möglicher Champions-League-Einnahmen fast schon „Peanuts“ wären.