In der Vergangenheit fuhr Bernd Leno stets zweigleisig. Der Stammtorwart von Bayer Leverkusen betonte auf der einen Seite, er fühle sich wohl im Rheinland. Auf der anderen Seite ließ er sich einen Wechsel ins Ausland stets offen. Ein weiterer Topklub scheint heiß auf den Keeper zu sein. ​Lenos Wechsel wird immer wahrscheinlicher.


Entweder Bernd Leno oder Kevin Trapp wird von Bundestrainer Joachim Löw noch aus dem WM-Kader gestrichen. Obwohl Zweitgenannter im Test gegen Brasilien (0:1) wenig Pluspunkte sammelte, war es schon ein eindeutiges Zeichen, dass der Ersatzkeeper von Paris St. Germain den Vorzug vor Leno erhalten wird.


Der Stammkeeper von Bayer Leverkusen ist unzufrieden mit seiner Rolle in der DFB-Elf. Möglich, dass er – um auf das nächste Level zu kommen – einen Wechsel zu einem internationalen Topklub anstrebt. Trotz Vertrag bis 2020 kann Leno den Werksklub im Sommer verlassen. Ein entsprechender Passus im Vertragswerk ermöglicht einen Wechsel für die festgeschriebene Ablöse in Höhe von 25 Millionen Euro.

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Bernd Leno ist beim DFB bestenfalls die Nummer drei


Der kicker bringt als neuesten Interessent den spanischen Spitzenverein Atlético Madrid ins Spiel. Dort rechnen die Verantwortlichen im kommenden Sommer mit dem Abgang von Jan Oblak. Leno gelte daher als Option Nummer eins, sollte Oblak einen Wechsel vollziehen. Trainer Diego Simeone gilt darüber hinaus als Fan des deutschen Nationalkeepers.


Als weitere Interessenten stehen der SSC Neapel sowie der FC Arsenal im Raum. Bei den Partenopei läuft der Vertrag von Pepe Reina aus. In London beendet der 35-jährige Petr Cech wohl spätestens im Sommer 2019 seine aktive Karriere. Im Falle des Leno-Abgangs sorgen die Manager in Leverkusen bereits vor.


Hradecky gilt weiterhin als Ersatz


Als Alternative gilt derweil Lukas Hradecky, der bei Eintracht Frankfurt dem Stammpersonal angehört. Gegenüber dem kicker bestätigte der Ballfänger, „Gespräche im In- und Ausland zu führen“. Die Interessenten tummeln sich um den Finnen mit slowakischen Wurzeln, so dass unklar erscheint, wie lange er auf dem Markt ist. Bayer-Manager Jonas Boldt weißt klarzustellen: „Es hängt alles an Bernd und seiner Entscheidung.“