Wie stehen die WM-Chancen für das Mönchengladbacher Duo Lars Stindl und Matthias Ginter? Bei den zwei letzten großen Tests vor Turnierbeginn kam der Fohlen-Kapitän nur 30 Minuten zum Zuge, Verteidiger Ginter gar nicht. Fährt im Sommer gar kein Borusse mit der DFB-Elf nach Russland?


Insgesamt 23 Spieler darf Joachim Löw mit zur WM nehmen, seinen vorläufigen Kader für das Trainingslager in Südtirol gibt der Bundestrainer jedoch bereits am 15. Mai bekannt – mit Stindl und Ginter im Aufgebot? Abgesehen davon, dass der Konkurrenten-Pool in der deutschen Nationalmannschaft riesig ist, spielten die beiden Spieler von Borussia Mönchengladbach zuletzt nur die Nebenrolle einer Nebenrolle – trotzdem sind ihre Chancen auf eine (vorläufige) Nominierung recht gut.


Vorbild Christoph Kramer?


Denn einer ihrer Teamkollegen lieferte vor vier Jahren den Beweis: Christoph Kramer. Der Mittelfeldregisseur kämpfte sich als „Wackelkandidat“ in die Nationalelf, sammelte bei der WM in Brasilien mehrere Kurzeinsätze und stand am Ende des Turniers plötzlich in der Startelf für das Finale. Im Anschluss an die 0:1-Niederlage im Test gegen Brasilien nannte Jogi Löw im ZDF Kramer explizit als Beispiel und unterstrich, was noch alles passieren könne.

Neben der Qualität gilt es beim DFB, in der Kaderzusammensetzung das richtige Händchen zu beweisen – was auch Christoph Kramer weiß. „In jeder Fußballmannschaft und generell in jeder Menschengruppe ist es wichtig, dass man Leute hat, die sich hintenanstellen und das Kollektiv in den Vordergrund rücken. Dafür sind Matthias und Lars extrem gute Beispiele“ erklärte der 27-Jährige gegenüber der Rheinischen Post.


Dass Joachim Löw oftmals richtig lag, was seinen Kader anbelangt, konnte er bereits vor vier Jahren glorreich unter Beweis stellen. Doch wie sieht es im Rahmen der Titelverteidigung in Russland aus?