​Der Hamburger SV schrammte in den vergangenen Jahren mehrmals denkbar knapp am Abstieg vorbei. In der laufenden Saison besteht allerdings kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt. Sieben Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand zum rettenden Ufer sieben Punkte. Im Hintergrund laufen derweil die Planungen für die zweite Liga auf Hochtouren.


"Wir befinden uns am tiefsten Punkt der Geschichte des Hamburger SV", wird Präsident und Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann von der Sport Bild zitiert. Der Klassenerhalt würde "einem sportlichen Wunder gleichkommen". In den nächsten Wochen gilt es für die Verantwortlichen, den Bundesliga-Dino bestmöglich auf den drohenden Abstieg ins deutsche Fußball-Unterhaus vorzubereiten. Bis Dienstag müssen die Hanseaten den Lizenz-Antrag für die zweite Liga bei der DFL einreichen. "Wir kriegen das hin", hatte Hoffmann zuletzt im Gespräch bei NDR 90,3 wiederholt. 

Der Sport Bild zufolge fehlen dem Tabellenletzten der Bundesliga mindestens zehn Millionen Euro, die der HSV nachweisen muss. Hoffmann hat bereits angekündigt, dass man ​wohl erneut auf die Hilfe von Investor Klaus-Michael Kühne angewiesen ist. Derzeit verhandle der Bundesliga-Dino auch mit diversen Banken. Laut der Fachzeitschrift geht der Präsident davon aus, dass die Lizenz aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten nur unter Auflagen erteilt wird. 

Hamburger SV v Borussia Dortmund - Bundesliga

Klaus-Michael Kühne (r.) wird dem HSV wohl wieder unter die Arme greifen müssen



Im Abstiegsfall rechnen die Hanseaten mit einem Umsatzrückgang von 40 Millionen Euro. Zuletzt konnten die Norddeutschen einen Umsatz in Höhe von 120 Millionen Euro ausweisen. Die Verantwortlichen planen zudem, die Gehaltskosten für den Profikader von 55 auf 33 Millionen Euro zu senken. Der HSV schiebt aktuell auch noch einen gewaltigen Schuldenberg vor sich her. Zum 31. Dezember 2017 konnte der Traditionsklub die Verbindlichkeiten zwar um 15 Millionen Euro senken, die verbleibenden 90 Millionen Euro sind allerdings wahrlich kein Pappenstiel.