​Beim SV Werder Bremen befinden sich derzeit vier Spieler im Profikader, deren Verträge am Saisonende auslaufen. Unter diesen findet sich auch Jaroslav Drobny wieder. Die aktuelle Nummer zwei der Grün-Weißen denkt trotz seiner 38 Jahre noch nicht ans Aufhören und will in Bremen verlängern. Das gute Verhältnis zu Stammtorhüter Jiri Pavlenka könnte sich für den Tschechen als sehr nützlich erweisen.


Im Sommer 2016 verließ Drobny den Hamburger SV und wechselte ablösefrei an die Weser. In der vergangenen Saison hütete der Routinier an zehn Spieltagen das Bremer Tor. Eine Rote Karte führte dazu, dass der 38-Jährige seinen Stammplatz an Felix Wiedwald verlor. In der laufenden Saison ist der Tscheche seit der Handgelenksverletzung von Michael Zetterer (November) hinter Sommer-Neuzugang Pavlenka die Nummer zwei. 


Viktor Kolar, seines Zeichens Berater der beiden Torhüter, erklärte gegenüber der Bild-Zeitung, dass seine Klienten ein sehr gutes Verhältnis zueinander pflegen. "Drobo bringt Pavlas mit seinen Witzen immer zum Lachen und hält seine Laune hoch", erklärte Kolar. "Ohne Drobo hätte sich ​Pavlas niemals so schnell und so gut in Bremen eingelebt. Dass Pavlas bei Werder so eingeschlagen hat, ist auch Drobos Verdienst!" 

Der Berater ließ zudem verlauten, dass Drobny seine Fußballschuhe noch nicht an den Nagel hängen will. "Drobo würde gerne noch ein Jahr dranhängen. Er akzeptiert seine Rolle als Back-up und will Werder auch in der nächsten Saison helfen, wo er nur kann", sagte Kolar. Geschäftsführer Frank Baumann schloss eine Verlängerung mit Drobny nicht kategorisch aus.


"Drobo steht ja aktuell hinter Pavlas und das funktioniert ziemlich gut", erklärte der 42-Jährige, der den Kampf um den Posten der Nummer zwei als "völlig offen" bezeichnete. "Michael Zetterer und Eric Oelschlägel gibt es ja auch noch. Oder wir holen jemand ganz Neuen", gab Baumann zu Protokoll. Zetterer und Oelschlägel (beide 22) besitzen ebenfalls Verträge, die am Saisonende auslaufen.