Kein Team wird in der aktuellen Saison so sehr von Verletzungssorgen geplagt wie Borussia Mönchengladbach. Umso schöner, dass in dieser Woche zwei Rekonvaleszenten das ordentlich gefüllte Lazarett der „Fohlen“ verließen. Mit Denis Zakaria und Jannik Vestergaard kehren zwei enorm wichtige Akteure der Gladbacher nach ihren Verletzungen zurück ins Training. 


Dass Gladbach-Trainer Dieter Hecking in dieser Saison den Preis als bester Improvisator verdient hat, steht angesichts von zwölf verletzten VfL-Akteuren außer Frage.​ Immer wieder musste der 53-Jährige seine Stammelf umbauen und zuletzt sogar aufgrund der Verletzungsmisere den Blick auf die eigene Jugend werfen.


Daher dürfte es im Lager der Rheinländer niemanden überraschen, dass man derzeit den deklarierten Saisonzielen, der Qualifikation für Europa, hinterher hinkt. Der Verein vom Niederrhein grüßt vom neunten Tabellenrang, ganze sieben Punkte hinter einem Europapokal-Platz. Das Erreichen der begehrten Fleischtöpfe rückt in immer weitere Ferne.


Angesichts des grauen Liga-Alltags durfte sich der ehemalige Wolfsburg-Coach jedoch über zwei Rückkehrer freuen, denn Mittelfeldmann Denis Zakaria und Verteidiger Jannik Vestergaard kehrten, nach vergleichsweiser kurzer Abstinenz, wieder zurück auf den Platz.

Während der Innenverteidiger nur 18 Tage nach seinem Mittelfußbruch (mit Kapsel- und Banddehnung) am Dienstag bereits eine erste Einheit im Trainingsbetrieb der Borussia absolvierte, ging es für den ​Mittelfeld-Allrounder nach seinem erlittenen Muskelfaserriss zunächst nur ins Lauftraining.


Wikinger und ihr gutes Heilfleisch


Vor allem die Blitz-Rückkehr des Abwehrspielers ließ die Trainingskiebitze nicht schlecht staunen. "Ich bin eben ein Wikinger", flachste Vestergaard in Bezug auf sein rasches Wiedererscheinen.


Bleibt der Hüne in den kommenden Tagen bei steigender Belastung beschwerdefrei, könnte er in der nächsten Bundesligapartie gegen den FSV Mainz 05 wieder eine Alternative darstellen. Für den bulligen Mittelfeld-Kämpfer Zakaria wird das Auswärtsspiel in Mainz dagegen wohl noch zu früh kommen.