​Der Hamburger SV und Cheftrainer Christian Titz dürfen sich in den kommenden Tagen auf hochmotivierte Profis auf dem Trainingsplatz freuen. Im Zuge der Länderspielpause sorgten einige Profis der Rothosen in Diensten ihrer Nationalelf mit guten Leistungen für Aufsehen und konnten so Selbstvertrauen tanken im Kampf gegen den Bundesliga-Abstieg. 


HSV-Mittelstürmer Bobby Wood durchlebt in diesen Tagen keine einfache Zeit beim Bundesliga-Dino. Nachdem er schon unter Vorgänger Bernd Hollerbach kaum noch eine Rolle in den Planungen spielte, sieht es auch unter Neu-Coach Christian Titz nicht allzu gut aus für den US-Angreifer. Mit Blick auf sein üppiges Gehalt dürften die Rothosen ihr Sorgenkind bei einem angemessenen Angebot wohl gerne abgeben. In der Länderspielpause konnte sich der 25-Jährige nun zumindest ein wenig rehabilitieren und Selbstvertrauen tanken. Beim 1:0-Sieg gegen Paraguay schoss der HSV-Profi per Elfmeter das entscheidende Tor zum Sieg. 



Neben Wood konnten sich auch weitere Spieler der Elbstädter Selbstvertrauen für den Abstiegskampf holen. Rick van Drongelen gewann mit der U21 der "Elftal" in der EM-Qualifikation, Vasilije Janjicic gewann mit der U20 der Schweiz sein Spiel gegen Italien. Auch Leistungsträger Filip Kostic dürfte gut gelaunt von der serbischen Nationalmannschaft zurückkehren. Der Linksaußen lieferte beide Torvorlagen beim 2:0-Erfolg gegen Nigeria. Doppeltorschütze war Aleksander Mitrovic, der aktuell von Newcastle United an den englischen Zweitligisten FC Fulham verliehen ist. 


Für Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos steht nach seiner Länderspielreise mit Griechenland und dem 1:0-Erfolg gegen Ägypten nun ein Gespräch mit Chefcoach Titz an. Am Mittwoch wird der Grieche nach seiner Attacke gegen den Trainer an der Elbe zurückerwartet. "Wir werden uns morgen zusammensetzen und in Ruhe austauschen", kündigte Titz gegenüber der Hamburger Morgenpost bereits an. Der Hamburger SV steht sieben Spieltage vor Saisonende mit 18 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt weiterhin sieben Punkte.