Alfred Finnbogason stand 2017 sinnbildlich für den Aufschwung des FC Augsburg. Im neuen Jahr konnten die „Fuggerstädter“ nicht mehr an die beeindruckenden Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Einer der Gründe für die schwache Rückrunde war sicherlich der Ausfall von Topstürmer Alfred Finnbogason. Doch gestern kehrte der Isländer zurück ins Mannschaftstraining.


Dass die Rückkehr des Augsburger Toptorjägers bei Trainer Manuel Baum Freude ausgelöst haben muss, kann man gewiss erahnen. Doch sie wird ohne Zweifel immens gewesen sein. War es doch der Isländer, der mit zahlreichen Toren einen wesentlichen Anteil an der starken Hinrunde des FCA hatte. Doch Anfang des neuen Jahres kamen die ersten Blessuren des viertbesten Hinrunden-Stürmers (11 Tore).


Zunächst bereitete die Achillessehne des Offensivmannes Sorgen beim FCA-Coach. Seine physischen Defizite wirkten sich gleichermaßen auf dem Rasen aus. Der 29-jährige Mittelstürmer hatte zum Rückrundenstart enorme Anlaufprobleme. Doch es kam noch dicker und eine schwerwiegende Muskelverletzung legte Augsburgs Topscorer komplett lahm. Sechs Wochen Pause!


Gewiss eine Hiobsbotschaft aus Sicht der bayrischen Schwaben. Manuel Baum rotierte im Sturmzentrum, um die personifizierte Torgarantie zu ersetzen. Doch selbst der exzellente Michael Gregoritsch konnte nicht mehr an seine starken Leistungen aus der Hinrunde als Finnbogason-Ersatz anknüpfen.


Finnbogason soll behutsam aufgebaut werden


Nun dürften sich die Sorgenfalten Baums in Lachfalten transformiert haben. Denn sein Leistungsträger kehrte gestern zurück ins Mannschaftstraining und versprühte sichtlich gute Laune bei seinen Mannschaftskameraden. ​Der FCA-Sturmführer hat aus seinen Fehlern gelernt und seinem Körper bei der Genesung ​mehr Zeit eingeräumt.


Diese erhält er nun auch von seinem Förderer Baum: „Wir nehmen Alfred in den Spielformen noch raus. Wolfsburg in zwei Wochen ist realistisch. Es könnte früher sein, je nachdem wie sein Körper reagiert.“


Wenngleich man die Rückkehr Finnbogasons herbeisehnt, ist es ebenso sinnvoll von den FCA-Verantwortlichen, ihn zunächst behutsam aufzubauen, damit Augsburgs Nummer 27 bald wieder nachhaltig und vor allem verletzungsfrei für Furore in der WWK-Arena sorgen kann.