Wer sitzt ab der kommenden Saison auf der Trainerbank des FC Bayern? Die Frage bleibt bislang unbeantwortet - Thomas Tuchel wird es jedenfalls nicht sein. Die Stars beim Rekordmeister sind darüber angeblich froh. Der Ex-BVB-Coach sei zu streng und akribisch.


Thomas Tuchel wird zur kommenden Saison ​nicht der neue Trainer beim FC Bayern werden - soviel gilt mittlerweile als sicher. Während der 44-Jährige nach Informationen der Sportbild bedauere, dass "sein Wunsch, den FC Bayern zu trainieren" nicht in Erfüllung gehe, scheinen die Stars des Rekordmeisters aufzuatmen. Allen voran Mats Hummels, dem aus seiner gemeinsamen BVB-Zeit zu Tuchel ein äußerst angespanntes Verhältnis nachgesagt wird.


Aber auch die FCB-Kollegen scheinen froh über die Tuchel-Absage zu sein. Nach einem Bericht der Bild hätten sie befürchtet, dass die akribische Arbeit des 44-Jährigen schnell hätte zu Problemen führen können. Vor allem das Thema Ernährung spiele dabei eine große Rolle. Tuchel hatte schon in Dortmund auf eine kohlenhydratarme Ernährung gesetzt, mit wenig Getreide und Zucker. Schokoriegel etwa sind dabei tabu.

Außer einigen Jung-Profis seien deshalb die meisten Stars an der Säbener Straße gegen Tuchel als neuen Trainer gewesen. Präsident Uli Hoeneß gehörte wohl ebenfalls zu den Tuchel-Kritikern. Während Befürworter Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic mit Tuchel telefonisch in Kontakt gestanden haben sollen, habe es mit Hoeneß lediglich ein Gespräch gegeben - als die Bayern vom Umdenken des Trainers erfahren hatten.


Böses Blut soll es zwischen dem Klub und Tuchel aber nicht geben. Der gönnt sich nach dem medialen Wirrwarr eine Pause und hob mit der Familie ab in den Oster-Urlaub. Eine Entscheidung, wohin es ihn im Sommer tatsächlich zieht, steht weiter aus. Derzeit ​gilt Paris Saint-Germain als Favorit auf Tuchels Dienste. Der FC Chelsea bleibt aber ebenfalls ein Thema. Die Chancen vom FC Arsenal, der zunächst als Tuchel-Ziel ausgemacht wurde, scheinen dagegen gesunken zu sein.