​Die TSG 1899 Hoffenheim verlor seit dem vergangenen Sommer drei wichtige Leistungsträger. Sebastian Rudy, Niklas Süle und Sandro Wagner wechselten allesamt zum FC Bayern München. Nach der laufenden Saison zieht es ​Mark Uth zum FC Schalke 04. Marc Kosicke, seines Zeichens Berater von TSG-Coach Julian Nagelsmann, deutete an, dass die Abgänge von Leistungsträgern Auswirkungen auf die Dauer des Verbleibs seines Klienten haben könnten. 


Vor gut zwei Jahren übernahm der damals 28-jährige Nagelsmann den Trainerposten in Hoffenheim. Der Trainer-Youngster schaffte mit den Kraichgauern sensationell den Klassenerhalt. In der vergangenen Spielzeit landete die TSG auf einem starken vierten Tabellenplatz und qualifizierte sich erstmals in der Vereinsgeschichte für das internationale Geschäft. "Er hat Spieler aus anderen Vereinen geholt, die dort gar nicht so gut waren, die er aber besser gemacht hat", erklärte Kosicke im Interview mit SPORT1

Dank der starken Auftritte rückte nicht nur Nagelsmann, sondern auch ein Großteil der Profis in den Fokus anderer Vereine. "Jetzt hat er viele dieser Spieler verloren wie Süle, Rudy, Wagner, demnächst Uth. Drei dieser Spieler hat der FC Bayern gekauft. Das ist schon mal ein Riesending", betonte der Nagelsmann-Berater. Eine Anfrage der Münchner für den 30-jährigen TSG-Coach habe es allerdings nicht gegeben. "Ich glaube fest daran, dass er irgendwann Bayern München, Borussia Dortmund oder Arsenal trainieren wird, aber jetzt noch nicht", sagte Kosicke. Sein Klient fühle sich sehr wohl in Hoffenheim. 

FC Bayern Muenchen v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Mark Uth wechselt im Sommer ablösefrei zum FC Schalke 04


Die Tatsache, dass die Kraichgauer jedes Jahr wichtige Spieler abgeben, könnte laut Kosicke zum Problem werden. "Der Verein setzt ihm natürlich auch einen Rucksack auf, indem gute Spieler verkauft werden. So nach dem Motto: 'Der Nagelsmann macht aus der nächsten Truppe auch wieder etwas.' Da muss man überlegen, ob das auf Dauer gut geht", erklärte der Berater. "Ich weiß nicht, ob man ihn da im Stich lässt, aber schauen wir mal, was am Ende dabei rauskommt." Kosicke sprach sich zudem für einen Nagelsmann-Verbleib in Hoffenheim bis Sommer 2019 aus.