Hannes Wolf, der aktuell vom DFB zum Trainer des Jahres gekürt wurde, war beim VfB Stuttgart bekanntlich entlassen worden und muss seitdem zusehen, wie sein Nachfolger Tayfun Korkut mit den Schwaben eine Serie gestartet hat. Das vorläufige Resultat: die Stuttgarter haben sich von den Abstiegsplätzen entfernt, stehen auf dem 8. Rang und dürfen sogar von Europa träumen. Zur Wolf-Entlassung äußerte sich nun Jacob Bruun Larsen.


Bruun Larsen kann im Zuge der Wolf-Entlassung beim VfB gut und gerne als eine Art tragische bzw. dramatische Figur angesehen werden. Der dänische U-21-Nationalspieler startete seine Karriere in Deutschland im Jahr 2015 in der Jugend des BVB. Damals kam bereits der Kontakt zu Hannes Wolf zustande, der bekanntlich diverse Nachwuchsmannschaften der Borussia betreute.

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Bruun Larsen erwischte gegen die Schalker einen gebrauchten Tag. Am Tag darauf musste Wolf gehen.


Nicht verwunderlich war es im Anschluss, dass sich Wolf als Trainer der Stuttgarter für einen Transfer des 19-Jährigen aussprach. Der Flügelspieler wurde schließlich von Borussia Dortmund an den Bundesliga-Aufsteiger ausgeliehen. Direkt nach dessen Verpflichtung Ende Januar entschied sich Wolf dann gleich, den Skandinavier im Ligaspiel gegen den FC Schalke 04 ins kalte Wasser zu werfen. 


Ein Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte: als Rechtsverteidiger erwischte er einen schwarzen Tag und verursachte zu allem Überfluss noch einen Elfmeter. Fazit: Auswechslung zur Halbzeit. Einen Tag später musste Wolf schließlich gehen. "Geschockt" sei Larsen daraufhin gewesen, in "Panik" sei er verfallen, so wird das Talent von der Bild zitiert.

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Im Sommer wohl wieder auf dem Trainingsplatz des BVB: Jacob Bruun Larsen.


"Ich bin froh, dass ich wieder näher dran bin, hatte gute Gespräche mit Klub und Trainer Tayfun Korkut", so der Däne zu seiner aktuellen Situation. Allzu viele Einsätze wird er in Württemberg aber voraussichtlich nicht mehr erhalten und somit mit eher negativen Erfahrungen im kommenden Sommer nach Westfalen zurückkehren. Eventuell wird Larsen seinen Mentor Wolf in absehbarer Zeit in der Bundesliga wieder sehen.