​Seit nunmehr knapp zwei Jahren steht Torhüter Ramazan Özcan im Kader von Bayer 04 Leverkusen. Der Ersatztorhüter hat sich mit seinem Reservistendasein hinter ​Stammtorhüter Bernd Leno längst abgefunden und empfindet es noch immer als große Ehre für die Werkself aktiv zu sein.


Der 33-Jährige wechselte im Sommer 2016 für 500.000 Euro Ablöse vom FC Ingolstadt zu Bayer. Seitdem wurde der erfahrene Schlussmann nur zwei Mal eingesetzt. Zuvor war er bei den 'Schnanzern' in der ersten Liga noch Stammtorwart gewesen. Dennoch ist der Österreicher der festen Überzeugung mit seinem Wechsel alles richtig gemacht zu haben.

In einem Gespräch mit der Rheinischen Post erklärte der zehnfache österreichische Nationalspieler, wieso es ihm nicht schwer fiel in Leverkusen ins zweite Glied zu rücken: "Für mich ist Bayer ein Riesenklub, den ich schon als Kind verfolgt habe.Als sich herauskristallisiert hatte, dass ich die Chance erhalten würde, nach Leverkusen zu wechseln und an der Champions League teilnehmen zu können, war das für mich eine Riesenehre."


Dabei zeigte sich der sympathische Schlussmann sehr demütig und führte aus, dass alles was er in seiner Profikarriere insgesamt erlebt habe, für ihn "nicht selbstverständlich sei". Es sei vielmehr etwas "Wunderschönes" und er wisse es sehr zu schätzen. Ob er seinen Vertrag, der im Sommer 2019 auslaufen wird verlängern wird, kann Özcan aber noch nicht sagen.

Neben dem alten Hasen, kann ​Trainer Heiko Herrlich sich auch auf den dritten Torhüter Niklas Lomb verlassen. Der 24-Jährige ist ständiger Bestandteil des Kaders und nimmt auch am Aufwärmprogramm vor dem Spiel teil. Zu einem Einsatz in dieser Saison kam die Nummer drei jedoch noch nicht.


Der Deutsche wurde in der Vergangenheit bereits zwei Mal an unterklassische Vereine ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Herrlich hält dennoch große Stücke auf seinen Schützling. "Niklas hat schon in der 3. Liga in Halle und Münster bewiesen, dass er ein sehr guter Torwart ist. Er gibt in jedem Training Vollgas, ist wichtig für den Teamgeist", so der 46-jährige Cheftrainer gegenüber der BILD.