Der Aufschwung des 1. FC Köln in der Rückrunde ist eng mit einem Namen verknüpft: Vincent Koziello. Der Winter-Neuzugang aus Nizza hat sich binnen kürzester Zeit zum unverzichtbaren Stammspieler für die Geißböcke gemausert und könnte den Fans im Rhein-Energie-Stadion auch zukünftig noch einiges an Freude bereiten.


Gegenüber dem Express erklärte nun FC-Legende Pierre Litbarski, was den Franzosen so stark macht. „Koziello bringt etwas Überraschendes mit, als kleiner Spieler gegenüber den großgewachsenen Sechsern oder Achtern. Das ist natürlich in der jetzigen Situation nicht so leicht, weil jeder Ballverlust fatal sein kann“, erklärte der 57-Jährige. Und Littbarski weiter: „Wenn er das beibehalten kann, dann tut das dem FC gut. Er ist noch nicht ganz stabil, hat leichte Durchhänger dabei. Aber er kann richtig gut Fußball spielen.“

Littbarski sieht auch Parallelen zwischen der neuen FC-Spielidee und der von Domenico Tedesco bei Schalke 04.Schalke hat es vorgemacht, mit Meyer auf der Sechs“, erklärt Littbarski mit Blick auf den ähnlich veranlagten Koziello. Und weiter: „Jetzt kommen im Zentrum Spieler rein, die technisch beschlagen sind und sich nach vorne lösen können.“

Auch Youngster Salih Özcan traut Littbarski noch eine ganze Menge zu. Allerdings müsse dieser noch den nächsten Entwicklungsschritt gehen: „Özcan muss noch mehr in die Schnittstellen gehen, denn er kann sich mit der Kugel lösen. Er muss sein spieltaktisches Verhalten noch verbessern, die technische Qualität ist da.“


Mit Blick auf das Saisonfinale prognostiziert der Chefscout des VfL Wolfsburg ein enges Rennen um die Nicht-Abstiegsplätze. Auf ein Herzschlagfinale am letzten Spieltag gegen die Kölner würde Littbarski aber gerne verzichten. „Noch stehen wir erstmal auf einem sicheren Platz. So ein Showdown kann eine Schockwirkung für uns haben“, verdeutlicht Littbarski.