Von Cacau bis Rafinha: Die eingebürgerten Brasilianer der Bundesliga

Heute Abend treffen Deutschland und Brasilien das erste Mal seit dem legendären 7:1-Erfolg bei der WM 2014 wieder aufeinander. Doch beide Nationen verbindet viel mehr als dieser Kantersieg. Zahlreiche Brasilianer haben ihre Zelte in Deutschland aufgeschlagen, besitzen mittlerweile einen deutschen Pass oder liefen gar für das deutsche Team auf.

1. Luiz Gustavo

Luiz Gustavo steht mittlerweile in Diensten von Olympique Marseille. Obwohl der ehemalige Nationalspieler die 1:7-Schmach am eigenen Leib miterlebte, beantragte der langjährige Bundesligaspieler einen deutschen Pass. In Deutschland lief er für die TSG Hoffenheim, Bayern München und den VfL Wolfsburg auf.

2. Rafinha

Mit Ausnahme der Saison 2010/11 spielt der Bayern-Verteidiger seit 2005 in der Bundesliga. Fünf Jahre trug er das Schalker Trikot, seit 2011 das der Bayern. Kein Wunder also, dass sich der Brasilianer um einen deutschen Pass bemühte.

3. Naldo

Auch Naldo ist längst ein Urgestein der Bundesliga. Seit 2005 lebt der Verteidiger in Deutschland und absolvierte insgesamt 344 Bundesligaspiele für Werder Bremen, den VfL Wolfsburg und den FC Schalke 04.

4. Marcelo Pletsch

Bereits der Nachname lässt einen deutschen Hintergrund vermuten. Marcelo Pletsch kickte zwischen 1999 und 2006 in der Bundesliga und lief für Borussia Mönchengladbach und den 1. FC Kaiserslautern auf. Für ein Länderspiel reichte es aber nie.

5. Dedê

13 Jahre lang spielte Dedê für Borussia Dortmund und gewann zwei deutsche Meisterschaften. Insgesamt 398 Pflichtspiele absolvierte der Brasilianer mit deutschem Pass für den BVB. Seit seinem Karriereende pendelt er regelmäßig zwischen Brasilien und Dortmund.

6. Zé Roberto

Auch Zé Roberto ist in Deutschland viel rumgekommen. Bayer Leverkusen, Bayern München und Hamburger SV lauteten die Stationen des 84-fachen brasilianischen Nationalspielers. Die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft hat sich demnach bezahlt gemacht.

7. Emerson

Nur drei Jahre spielte Emerson in Deutschland. Allerdings herrschten seinerzeit schärfere Ausländer-Regelungen in der Bundesliga, sodass sich der Mittelfeldmotor dazu entschloss, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen.

8. Leonardo Bittencourt

Der gebürtige Leipziger besitzt neben der deutschen auch die brasilianische Staatsbürgerschaft. Da er bisher noch kein A-Länderspiel für das DFB-Team bestritten hat, könnte der Kölner auch noch für die Selecao auflaufen. Falls Bedarf bestünde...

9. Cacau

Cacau nahm nicht nur die deutsche Staatsbürgerschaft an, sondern entschied sich auch dazu, für die DFB-Elf aufzulaufen. Bei der WM 2010 war er Teil des Kaders von Jogi Löw. Insgesamt 23-mal lief Cacau für Deutschland auf. Sechs Tore gelangen ihm dabei.

10. Paolo Rink

Weniger glorreich war die Zeit von Paolo Rink im DFB-Trikot. Der ehemalige Leverkusener entschied sich ebenfalls dazu, für Deutschland aufzulaufen. 13-mal trug der Stürmer den Adler auf der Brust. Zu einem Treffe reichte es jedoch nicht.