Zurück auf der Fußballbühne: Philipp Lahm ist Botschafter für die deutsche Bewerbung zur EM-Ausrichtung 2024. Eine Rückkehr ins Rampenlicht könnte bald folgen - Lahm schließt eine Rolle beim FC Bayern für die Zukunft nicht aus. "Man soll nie nie sagen", gibt sich der 34-Jährige kryptisch. Entscheidend seien der Zeitpunkt und die angebotene Position.


"Sag niemals nie", ist ein viel zitierter Spruch, den nun auch Philipp Lahm hervorgeholt hat. Der sechste Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft beendete im vergangenen Sommer seine glanzvolle Karriere mit seiner achten deutschen Meisterschaft. 113-mal lief der Kapitän der Weltmeister-Elf von Brasilien mit dem Adler auf der Brust auf. Nun will er als Botschafter für eine erfolgreiche deutsche Bewerbung für die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024 sorgen. 


Lahm ist zurück auf der Fußballbühne - zumindest ein wenig. Dabei hätte er nach der aktiven Laufbahn direkt im Rampenlicht bleiben können. Die Bayern boten dem 34-Jährigen eine Position in der Führungsriege an, Lahm lehnte ab. "Der Zeitpunkt passte einfach nicht. Ich habe damals gesagt, ein bisschen Abstand zum FC Bayern kann nicht schaden", wiederholt er im Gespräch mit der ​Rheinischen Post

Dabei betonte er aber auch, dass seine damalige Absage kein zukünftiges Engagement beim Rekordmeister ausschließe: "Ich habe nicht gesagt, dass ich nicht zum FC Bayern zurückkehren werde. Es kommt immer darauf an, zu welchem Zeitpunkt und: Um was geht's? Man soll nie nie sagen."


Talente bekommen zu wenig Zeit


Abstand scheint er nach gut zehn "bayernlosen" Monaten bekommen zu haben. Kehrt Lahm also bald zurück zum FCB? Genaueres ließ er im Interview offen, sagte, er sei derzeit gut ausgelastet. Dagegen hatte der 34-Jährige zu anderen Themen eine klare Meinung. "Heute werden die Spieler zu schnell abgegeben, wenn es nicht gleich läuft. Man beschäftigt sich nicht lange genug mit ihnen, obwohl man doch zu Beginn meistens so überzeugt war", kritisierte er den Umgang mit Talenten in Deutschland. 


Ein Nachwuchsproblem erkenne er aber nicht: "Wir haben 54 Leistungszentren, es kommen immer wieder gute junge Spieler nach. Sie haben Potenzial und Qualität", ist er überzeugt. Qualität, die auch dem aktuellen Nationalteam zugute komme. "Wir haben Tospieler", findet Lahm. Deshalb sei Deutschland wieder einer der Favoriten in Russland. Auch wegen der Arbeit von Joachim Löw, der die Wochen vor dem Turnier immer "intensiv" nutze.