​Nach rund 14 Monaten im Amt wurde Hamburgs ​Sportdirektor Jens Todt freigestellt. Am 8. März gaben die Hanseaten die Beurlaubung des 48-Jährigen bekannt. Neben dem Ex-Profi wurde auch Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen entlassen. In einem Interview sprach Todt über das Aus beim Bundesliga-Dino. 


"Wir haben uns nach eingehender Analyse der Gesamtsituation zu diesem Schritt entschieden und widmen uns nun der Neuausrichtung", begründete HSV-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Hoffmann die Entlassung der beiden Funktionäre. Ein gutes Jahr nach seinem Amtsantritt im Januar 2017 musste Todt seine Koffer packen. 


"Ich war überhaupt nicht erleichtert über die Beurlaubung", erklärte der 48-Jährige ​​gegenüber dem Hamburger Abendblatt. "Ich war enttäuscht, weil wir es nicht geschafft haben, den HSV in dieser Saison sportlich zu stabilisieren. Das hat mich sehr geärgert. Und es ärgert mich noch immer."

Borussia Dortmund v Hamburger SV - Bundesliga

Heribert Bruchhagen (l.) und Jens Todt wurden vor gut zwei Wochen freigestellt



Schön sei eine Beurlaubung natürlich nicht. Einen Grund zum Nachtreten gibt es allerdings nicht. "Das ist am Ende alles sehr sauber gelaufen", stellte Todt klar. Der Ex-Profi drückt dem Bundesliga-Dino im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin die Daumen. "Ich wünsche Christian Titz sehr, dass er das Wunder noch schafft", gab der ehemalige Sportdirektor zu Protokoll.


Das Debüt des Interimstrainers gegen Hertha BSC habe Todt zusammen mit seiner Familie im Fernsehen angeschaut. "In der ersten Halbzeit sah es ja auch wirklich gut aus", betonte der 48-Jährige. Der HSV verlor trotz zwischenzeitlicher Führung mit 1:2 und konnte den Rückstand auf den Relegationsplatz (sieben Punkte) nicht verkürzen. Sieben Spieltage haben die Hanseaten noch Zeit, um den drohenden Abstieg zu verhindern.