FREIBURG IM BREISGAU, GERMANY - MARCH 16:  Head coach Tayfun Korkut of Stuttgart reacts during the Bundesliga match between Sport-Club Freiburg and VfB Stuttgart at Schwarzwald-Stadion on March 16, 2018 in Freiburg im Breisgau, Germany.  (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Rechenspiele: So schwierig ist das Restprogramm des VfB Stuttgart

Der VfB Suttgart konnte sich mit einer unfassbaren Serie vor der Länderspielpause bis auf den 8. Tabellenplatz vorkämpfen. Der Klassenerhalt gilt so gut wie sicher und mache Fans blicken schon verstohlen Richtung Europa League. Wir geben Euch einen Überblick über das Restprogramm der Schwaben.

1. Die Gegner in der Übersicht

Am Samstag startet der VfB Stuttgart zuhause gegen den Hamburger SV in den Schlussspurt. Es folgen Spiele gegen Borussia Dortmund (A) und Hannover 96 (H), gefolgt von einem weiteren Heimspiel gegen Werder Bremen. Zum Ende hin wird es noch einmal richtig knackig. Nach Bayer 04 Leverkusen (A) empfängt man zuhause die TSG 1899 Hoffenheim und zum krönenden Abschluss geht es zum FC Bayern München.

2. Richtungsweisender Startschuss gegen den Hamburger SV

Am Samstagnachmittag empfängt der VfB zuhause Tabellenschlusslicht Hamburger SV. Beim Heimspiel gegen den 'Bundesligadino' müssen die Stuttgarter mit der Favoritenrolle klar kommen und auch offensiv überzeugen. Ein Sieg gilt als Pflichtaufgabe. Gelingt dies nicht, könnte es negative Auswirkungen auf die derzeige Stimmungslage in der Mercedes-Benz Arena geben.

3. Heimstärke gefragt

In der bisherigen Saison konnten sich die Stuttgarter auf ihre Heimstärke verlassen. Die Fans der Schwaben trugen ihren Teil dazu bei, dass der Aufsteiger in der Heimtabelle derzeit auf dem dritten Platz liegt. Umso besser, dass vier der letzten sieben Spiele vor heimischer Kulisse ausgetragen werden.

4. Schwere Aufgaben warten noch

In den verbleibenden sieben Spielen treffen die Schwaben auf vier Mannschaften, die in der Tabelle derzeit vor dem VfB liegen. Dabei müssen sie gegen Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und Bayern München auch noch auswärts ran. Ein Pluspunkt könnte sein, dass die Bayern am letzten Spieltag vermutlich nicht mehr Vollgas geben werden.

5. Mögliches Endspiel gegen Hoffenheim am vorletzten Spieltag

Am vorletzten Spieltag trifft das Team von Trainer Tayfun Korkut auf die TSG 1899 Hoffenheim. Falls sich der VfB weiterhin so gut schlägt, könnte das Spiel von entscheidender Bedeutung für eine mögliche Qualifikation für die Europa League sein. Derzeit liegen die Stuttgarter zwei Punkte hinter Hoffenheim, deren siebter Platz in dieser Saison voraussichtlich für den internationalen Wettbewerb ausreichen würde.

6. Bleibt der Punkteschnitt von Korkut erhalten, ist alles möglich

Zugegeben: hier handelt es sich um reine Zahlenspielchen, dennoch machen die letzten Spiele unter dem neuen Trainer Mut. In den ersten sieben Spielen unter Tayfun Korkut konnten die Stuttgarter 17 Punkte holen. Gelänge es den Schwaben, noch einmal die gleiche Punkteausbeute zu sammeln, stünde man am Ende mit 54 Punkten da. In der vergangenen Saison wäre man damit 5. geworden und auch in dieser Saison wäre die Euro-League-Qualifikation drin.

7. Hinrunde ist Warnung genug

Wenn man jedoch einen Blick auf die Bilanz der letzten Spiele in der Hinrunde wirft, kommt man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. In den letzten sieben Spielen vor der Winterpause, holten die Schwaben unter Ex-Trainer Hannes Wolf nur vier Punkte. Dies ist einerseits der schwächeren Form der Stuttgarter zuzuschreiben, aber auch der Qualität der Gegner.

8. Spielstil der Gegner könnte dem VfB entgegen kommen

In der Defensive hat sich der VfB unter Tayfun Korkut noch einmal extrem verbessert. In den letzten sieben Partien, treffen die Schwaben nun zumeist auf Gegner, die selber das Spiel gestalten wollen. Der VfB wird also nur selten gezwungen sein, dass Spiel selber zu machen. Bleibt die Defensive weiterhin so stabil und die Offensive so effektiv, könnte man weitere knappe Siege einfahren.

9. Auf diese Spieler kommt es an

Der VfB zeichnet sich derzeit durch sein starkes Kollektiv aus. Dennoch gibt es einige Säulen, auf die es besonders ankommen wird. Im Sturm gilt es für Mario Gomez, seine gute Torquote zu halten. Im Mittelfeld soll Christian Genter seine jungen Spieler anleiten und in der Defensive soll Benjamin Pavard gemeinsam mit Holger Badstuber und Timo Baumgartl für jede Menge Stabilität sorgen.

10. Vorsicht vor gefährlichen Offensivreihen

Bei den verbleibenden Partien müssen sich die Stuttgarter auf jede Menge Offensivpower der Gegner einstellen. Mit Michy Batshuayi und Marco Reus von Borussia Dortmund, Max Kruse von Werder Bremen und dem Starensemble des FC Bayern München rund um Robert Lewandowski warten noch echte Brocken auf die Schwaben. Der Aufsteiger ist aber gut gewappnet und stellt die zweitbeste Abwehr der Liga.

11. Matthias Zimmermann in den Startlöchern

Matthias Zimmermann fiebert schon seit langem der Rückkehr in den Kader des VfB entgegen. Der defensive Mittelfeldspieler könnte auch auf der rechten Verteidigerposition eine Option werden, obowohl der oft kritisierte Andreas Beck sich zuletzt stark formverbessert zeigte und ein hohes Ansehen beim Trainer genießt.